Forsvarsbygg (norwegische Behörde für Verteidigungsinfrastruktur) hat einen Vertrag mit dem Auftragnehmer Siero AS über den Bau eines neuen regionalen Wartungszentrums auf dem Luftwaffenstützpunkt Værnes (Zentralnorwegen) abgeschlossen. Der Vertragswert beläuft sich auf 41,2 Millionen norwegische Kronen.

Die Bauarbeiten sollen planmäßig im Februar 2026 beginnen und voraussichtlich im Januar 2027 abgeschlossen sein, wie einer Pressemitteilung von Forsvarsbygg zu entnehmen ist. Die Anlage wird unter anderem Büroarbeitsplätze, Operationsräume, Garagen sowie technische Installationen zur Unterstützung des Betriebs der neuen Radarsysteme umfassen.

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative, im Rahmen derer Forsvarsbygg bis 2030 insgesamt elf neue Radaranlagen errichten soll, um die norwegische Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Die technische Wartung dieser Systeme wird von drei regionalen Zentren aus koordiniert: Die Anlage in Rygge (Südostnorwegen) wurde 2024 fertiggestellt, das letzte Zentrum ist in Sørreisa (Nordnorwegen) geplant. Bereits bekannt ist, dass eine Radarstation auf Magerøya in der Gemeinde Nordkapp errichtet werden soll, worüber NDS bereits berichtet hat.

Den Auftrag für den Bau in Værnes gewann der in Trondheim (Zentralnorwegen) ansässige Auftragnehmer Siero AS in einem Wettbewerbsverfahren gegen weitere Bieter.

– Forsvarsbygg legt großen Wert darauf, zur lokalen und regionalen Wirtschaft beizutragen. Bei den Ausschreibungen, die wir zuvor in Trøndelag durchgeführt haben, haben sich lokale und regionale Auftragnehmer als sehr wettbewerbsfähig erwiesen. Das ist auch hier der Fall. Der Wettbewerb war hart, aber Siero AS hat diesmal das beste Angebot eingereicht, sagt Ylva Sneve, Projektleiterin bei Forsvarsbygg.

Forsvarsmateriell (norwegische Behörde für Verteidigungsmaterial) fungiert als Gesamtprojektleiter und trägt die Verantwortung für die technische Beschaffung, während die Luftforsvaret (norwegische Luftwaffe) als Endnutzer der Radaranlagen auftritt.