Der norwegische Staatssekretär Andreas Flåm besuchte Tokio vom 1. bis 5. Juni, um die bilaterale Zusammenarbeit mit Japan in den Bereichen Verteidigungsmaterial, Raumfahrtsektor und sicherheitspolitischer Dialog zu stärken.
Das norwegische Verteidigungsministerium (Forsvarsdepartementet) teilt mit, dass der Besuch im Rahmen des offiziellen Besuchs von Kronprinz Haakon in Japan stattfand. Flåm nahm gemeinsam mit der Fischerei- und Meeresministerin Marianne Sivertsen Næss sowie der Digitalisierungsministerin Karianne Tung an einer Reihe von Treffen und Veranstaltungen teil.
Beim Treffen mit dem japanischen Vize-Minister Masahisa Myazaki im japanischen Verteidigungsministerium wurde der Wert der bilateralen Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit erörtert. Ein zentrales Thema war die geopolitische Entwicklung, der Aufstieg Chinas sowie die strategische Partnerschaft zwischen China und Russland.
„Wir wollen die bilaterale Zusammenarbeit mit Japan weiterentwickeln und arbeiten unter anderem daran, ein Sicherheitsabkommen zustande zu bringen, was ein guter Schritt in Richtung einer breiteren Zusammenarbeit wäre", sagt Flåm in der Pressemitteilung.
Flåm nahm am 3. Juni an einem ganztägigen Seminar zu Verteidigung und Industrie teil, das vom norwegischen Verband der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie (FSI) und Innovasjon Norge organisiert wurde. Das Seminar brachte Vertreter sowohl der japanischen als auch der norwegischen Verteidigungsindustrie sowie Behördenvertreter zusammen. Zu den Themen gehörten die sicherheitspolitische Lage, industrielle Kapazitäten, medizinische Einsatzbereitschaft, Raumfahrttechnik sowie die Verwundbarkeit von Lieferketten.
Das Verteidigungsministerium führte Gespräche mit der ATLA (Acquisition, Technology and Logistics Agency) und dem METI (Ministry of Economy, Trade and Industry), um die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigungsmaterial sowie die industrielle Kooperation zu erörtern. Das Verteidigungsministerium gibt an, dass Japan im Laufe des Jahres sein Exportregelwerk reformiert hat, wodurch der Export von Verteidigungsmaterial ermöglicht wird. Die Reform wird als Teil des japanischen Ziels beschrieben, die eigene Verteidigungsindustrie zu stärken und die internationale industrielle Zusammenarbeit zu erleichtern.
Unternehmen wie Kongsberg Satellite Services (KSAT) sollen seit fast 20 Jahren in Japan tätig sein und Kooperationen mit der japanischen Industrie im Raumfahrt- und Satellitensegment aufgebaut haben. Während des Besuchs führte die Delegation mit Unterstützung von KSAT und Kongsberg Defence and Aerospace (KDA) einen Besuch beim japanischen Kooperationspartner Synspective durch, der seine Technologie und Dienstleistungen im Bereich satellitengestützter Erdbeobachtung präsentierte.

