Norwegen und Deutschland haben ein Abkommen über den gemeinsamen Kauf von Ersatzteilen für das Luftabwehrsystem Patriot zur Lieferung an die Ukraine geschlossen. Der norwegische Beitrag beläuft sich auf etwas mehr als eine Milliarde norwegische Kronen und wird über das Nansen-Programm finanziert. Die Initiative wurde anlässlich des Besuchs von Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der Sicherheitskonferenz in München bekanntgegeben.
– Dies ist von großer Bedeutung, damit die Ukraine ihren Verteidigungskampf gegen russische Angriffe fortsetzen kann. Ein Abkommen über den gemeinsamen Kauf von Ersatzteilen mit Deutschland wird dazu führen, dass die Systeme einen größeren Teil der Zeit einsatzbereit und in Betrieb sind, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre in einer Pressemitteilung.
Laut der Regierung hatten ukrainische Behörden im vergangenen Winter ausdrücklich um Unterstützung gebeten, um die operative Verfügbarkeit des gespendeten Geräts zu erhöhen. Das neue Projekt konzentriert sich daher auf die Beschaffung von Ersatzteilen, um bestehende Systeme in Betrieb zu halten.
– Die Bereitstellung von Ersatzteilen, Wartung und Nachverfolgung des gespendeten Materials ist eine kosteneffiziente Möglichkeit, der Ukraine militärische Unterstützung zu leisten. Es ist günstiger, Ersatzteile zu kaufen als beispielsweise ein neues Patriot-System, und die Wirkung dürfte vergleichbar sein, sagt Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.
Die Zusammenarbeit baut auf früheren Spenden auf, bei denen die Länder die Kosten für zwei vollständige Patriot-Systeme einschließlich Raketen geteilt haben. Norwegen hat zuvor rund sieben Milliarden norwegische Kronen zur Luftverteidigung beigetragen, was auch Radarsysteme des deutschen Herstellers Hensoldt sowie Systeme von Kongsberg (norwegischer Rüstungskonzern) umfasste.
Das Ersatzteilpaket wird über das Nansen-Programm finanziert. Für 2025 beläuft sich der Rahmen für Norwegens militärische Unterstützung der Ukraine auf 72,5 Milliarden norwegische Kronen. Neben der bilateralen Zusammenarbeit beteiligen sich beide Länder auch an der Finanzierungsregelung PURL (Platform for Urgent Replenishment and Logistics) für Material aus den USA.

