Norwegen, Schweden und Dänemark haben umfangreiche Tests der mobilen Tarnlösung Mobile Camouflage System (MCS) in Dänemark durchgeführt. Die Ergebnisse sollen die Fähigkeit des Systems bestätigen, das Entdeckungsrisiko zu reduzieren – insbesondere unter arktischen Bedingungen.
Die Pressemitteilung stammt von der norwegischen Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell (FMA). Die Tests wurden von der FMA, dem Norwegischen Verteidigungsforschungsinstitut (Forsvarets forskningsinstitutt, FFI) sowie Vertretern aus Schweden und Dänemark durchgeführt. Die Aktivitäten wurden vom dänischen Pendant der FMA, der Dänischen Beschaffungs- und Logistikorganisation (Forsvarsministeriets Materiel- og Indkøbsstyrelse, FMI), geleitet.
Das MCS-System, das von Saab in Zusammenarbeit mit den drei Ländern entwickelt wurde, besteht aus Paneelen, die an Fahrzeugen montiert werden. Die Technologie ist darauf ausgelegt, Entdeckung und Bekämpfung zu erschweren, indem sie die Signatur des Fahrzeugs beeinflusst. Dies umfasst die Verschleierung von Wärmesignaturen gegenüber Infrarotsensoren, die Reduzierung von Radarsignaturen sowie die Unterbrechung der visuellen Konturen des Fahrzeugs.
Während der Evaluierung wurden Sensoren am Boden, in der Luft und im Weltraum eingesetzt, um thermische Signatur, visuelle Sichtbarkeit und Radarsignatur (Radar Cross Section) zu erfassen. Laut FMA zeigen die Tests, dass das System im Vergleich mit anderem Gerät gut abschneidet.
– Die Tests zeigten, dass das MCS-System gegenüber anderen getesteten Produkten gut bestand. Damit wurde bestätigt, dass diese nordische mobile Tarnlösung nach wie vor hochrelevant ist, sagt Tomas Beck, Leiter für Land- und Gemeinschaftskapazitäten bei Forsvarsmateriell.
Die Arbeit zur Signatursanpassung wird als zentral beschrieben, um zu kontrollieren, was ein Gegner wahrnehmen kann – von Körperwärme bis hin zum Funkverkehr. Durch die Anpassung von Signaturen wird es für den Gegner schwieriger, eigene Einheiten zu entdecken und zu lokalisieren.
Die Zusammenarbeit im Bereich Tarnung erfolgt im Rahmen der Nordischen Verteidigungskooperation NORDEFCO (Nordic Defence Cooperation). Das Ziel ist es, die gemeinsame Entwicklung und Testaktivitäten fortzusetzen, um mit der technologischen Entwicklung im Sensorbereich Schritt zu halten.

