– Ich möchte KNDS Deutschland und RITEK gratulieren, die heute ein Abkommen unterzeichnet haben, das dazu führt, dass Kampfpanzer erstmals in Norwegen produziert werden. 37 der 54 Leopard-2-Kampfpanzer, die Norwegen beim deutschen Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bestellt hat, sollen bei RITEK in Levanger (Zentralnorwegen) montiert werden. Dies könnte der Beginn einer neuen norwegischen Industrieära sein, sagt Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram (Sp).
Der norwegischen Regierung zufolge sieht der Plan darüber hinaus vor, dass RITEK nicht nur die norwegischen Leopard-Kampfpanzer montieren, sondern auch zu einem nordischen Zentrum für Wartung, Reparatur und Aufrüstung der nordischen Leopard-Flotte werden soll. Darüber hinaus ist geplant, die Produktionslinie auch nach der Fertigung der norwegischen Kampfpanzer aufrechtzuerhalten, sodass die Anlage auch für den Export in andere Länder produzieren kann.
– Es besteht Bedarf an erhöhter schwerer Werkstattkapazität in den nordischen Ländern, was dieses Abkommen ermöglichen kann. Der Vertrag, der heute hier von RITEK und KNDS Deutschland unterzeichnet wurde, wird sowohl die industrielle Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland stärken als auch die Resilienz und Versorgungssicherheit Europas festigen, sagt der Verteidigungsminister.
Norwegen beschloss im Februar 2023, 54 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A8 NOR (die Namensänderung erfolgte später) mit einer Option auf weitere 18 Kampfpanzer zu beschaffen. Die Lieferung wird in den Jahren 2026 bis 2031 erwartet. Die Kosten belaufen sich laut der früheren Mitteilung der norwegischen Regierung auf rund 19,7 Milliarden norwegische Kronen, was etwa 1,7 Milliarden Euro entspricht.
– Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt für Norwegen und die nordische Gesamtverteidigung (Totalförsvar) im NATO-Kontext sowie für SES in seiner Rolle als etablierter, innovativer nordischer Verteidigungsindustrieakteur, sagt Ola Lundqvist, Geschäftsführer von System Engineering Solutions 37.

