Dänemark schließt sich einem NATO-Projekt zur Entwicklung eines gemeinsamen Artilleriegranatendesigns im Kaliber 155 Millimeter an. Das Projekt zielt darauf ab, die Effizienz und Versorgungssicherheit bei der Feuerunterstützung des Bündnisses zu erhöhen, an dem nun alle nordischen Länder teilnehmen.

Laut einer Pressemitteilung des dänischen Verteidigungsministeriums hat Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen kürzlich eine aktualisierte Absichtserklärung über die Teilnahme Dänemarks am sogenannten NATO-High Visibility Project (HVP) unterzeichnet. Das Projekt zielt darauf ab, ein einheitliches 155-mm-Granatendesign zu entwickeln, das in mehreren Arten von Artilleriesystemen eingesetzt werden kann.

– Mit diesem Projekt stärken wir sowohl die Kampfkraft des Bündnisses auf dem Schlachtfeld als auch die Verteidigungsindustrie in den Mitgliedsländern. Das ist in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage von entscheidender Bedeutung, sagt Troels Lund Poulsen in der Pressemitteilung.

Hintergrund sind die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine, wo der Bedarf an interoperabler und verfügbarer Artilleriemunition deutlich geworden ist. Ein gemeinsames Granatenformat kann eine flexiblere und effizientere Nutzung der verfügbaren Ressourcen zwischen verschiedenen Systemen und Ländern ermöglichen.

Neben Dänemark haben sich auch Norwegen, Finnland und Schweden dem Projekt angeschlossen. Laut dem Verteidigungsminister kann dies dazu beitragen, die nordische Zusammenarbeit sowie die regionale Produktionskapazität für Munition zu stärken.

– Das HVP-Projekt ist eine Möglichkeit, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen und die Versorgungssicherheit durch regionale Munitionsproduktion zu stärken, sagt Lund Poulsen.

Die Teilnahme wird laut dem Verteidigungsministerium auch Dänemarks Voraussetzungen verbessern, dem gestiegenen Bedarf an Artilleriemunition innerhalb der NATO gerecht zu werden.