Die nordischen und baltischen Verteidigungsminister treffen sich am 12.–13. November in Helsinki (Finnland) im Rahmen der Formate NORDEFCO (Nordische Verteidigungskooperation) und NB8. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Zusammenarbeit innerhalb der NATO, die Unterstützung der Ukraine sowie gemeinsame rüstungsindustrielle Kapazitäten. Der Vorsitz sowohl in NORDEFCO als auch in NB8 geht 2026 auf Norwegen über.
Finnland ist Gastgeber beider Treffen und leitet die Diskussionen in seiner Rolle als Vorsitzender von NORDEFCO und NB8 im Jahr 2025. Laut der Pressemitteilung nahmen erstmals auch Verteidigungschefs aller nordischen Länder im NORDEFCO-Format teil.
– Wir stärken die Verteidigung und Versorgungsbereitschaft der nordischen Länder. Durch die Weiterentwicklung unserer strategischen und operativen Zusammenarbeitsfähigkeit können wir flexibel handeln, um die kollektive Abschreckung und Verteidigung des gesamten Bündnisses zu stärken. Wir planen auch unsere weitere Unterstützung für die Ukraine, sagt Antti Häkkänen, Finnlands Verteidigungsminister, in einer Pressemitteilung des finnischen Verteidigungsministeriums.
Von norwegischer Seite werden die Zusammenarbeit bei Drohnen, Munition und gemeinsamen Rüstungsprojekten als konkrete Beispiele dafür hervorgehoben, wie die nordische Verteidigungsfähigkeit gestärkt werden kann.
– Die Zusammenarbeit und Koordination der nordischen Länder in NORDEFCO ist ein Instrument zur Integration in die NATO. Gemeinsam können wir sicherheitspolitischen Herausforderungen begegnen und unsere Fähigkeit stärken, uns gegenseitig in Frieden, Krise und Konflikt zu unterstützen, sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium umfassen die Treffen auch Diskussionen über NATOs nördliche Flanke und regionale Verteidigungsmaßnahmen. Im NB8-Format wird unter anderem die Zusammenarbeit gegen die russische Schattenflotte sowie die EU-Drohneninitiative erörtert. Dänemark hebt sein jüngstes Hilfspaket für die Ukraine hervor, bei dem Unterstützung an die ukrainische Verteidigungsindustrie geleitet wird.
– Unsere Unterstützung für den ukrainischen Verteidigungskampf ist absolut entscheidend – auch für unsere eigene Sicherheit, sagt der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen.
Von schwedischer Seite teilt das Verteidigungsministerium mit, dass die Diskussionen auch NATOs vorgeschobene Präsenz im Norden (Forward Land Forces, FLF), regionale Sicherheit und Grenzschutz umfassen. NATOs stellvertretende Generalsekretärin Radmila Šekerinska nimmt an Teilen des Programms teil.

