Die dänische Heimwehr (Hjemmeværnet) hat ihre Kooperationsabkommen mit den territorialen Verteidigungsorganisationen in Estland, Lettland und Litauen erneuert. Die Abkommen wurden im Rahmen des jährlichen nordisch-baltischen SCANBAL-Treffens in Riga (Lettland) unterzeichnet.
Die Abkommen wurden vom Chef der Hjemmeværnet, Generalmajor Gunner Arpe Nielsen, sowie den Chefs der entsprechenden Organisationen der drei baltischen Länder unterzeichnet, wie die Hjemmeværnet berichtet. Das Abkommen wird alle zwei Jahre aktualisiert, und die Zusammenarbeit umfasst unter anderem gemeinsame Ausbildung, Übungsaustausch und Host Nation Support (Unterstützung für verbündete Streitkräfte auf nationalem Territorium).
Laut Hjemmeværnet besteht die Zusammenarbeit mit den baltischen Organisationen seit 1993. Dänemark hat in der Vergangenheit unter anderem Führungs- und Ausbilderschulungen beigetragen, während der Wissensaustausch heute auch in die entgegengesetzte Richtung verläuft. Die dänische Hjemmeværnet hat beispielsweise an taktischen Drohnenkursen bei ihren baltischen Partnerorganisationen teilgenommen.
In einer Pressemitteilung der lettischen Zemessardze (lettische Nationalgarde) heißt es, dass die diesjährige SCANBAL-Konferenz sich auf regionale Sicherheitsherausforderungen, gemeinsame Ausbildungsziele und die Entwicklung der Gesamtverteidigung konzentrierte. Ein zentrales Thema waren die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine und wie diese in Ausbildung, Taktik, Technik und Verbandsfähigkeit umgesetzt werden können.
„Der Krieg in der Ukraine verändert die Sichtweise auf die moderne Kriegsführung sehr schnell. Es ist wichtig, dass wir die Veränderungen nicht nur verfolgen, sondern die Erfahrungen vom Schlachtfeld so schnell wie möglich in Ausbildung, Taktik, Technik und Verbandsfähigkeit umsetzen können", sagt der Chef der lettischen Zemessardze, Brigadegeneral Aivars Krjukovs, in der Pressemitteilung.
Am diesjährigen SCANBAL-Treffen nahmen aus dem Norden der Chef der dänischen Hjemmeværnet, Generalmajor Gunner Arpe Nielsen, der Chef der norwegischen Heimevernet, Generalmajor Frode Ommundsen, der Reichsheimwehrchef Schwedens, Generalmajor Mattias Ardin, sowie Oberst Jussi Toivanen, Geschäftsführer der finnischen freiwilligen Verteidigungsausbildungsorganisation MPK und Vertreter der finnischen Streitkräfte, teil. Aus dem Baltikum nahmen die Chefs der lettischen Zemessardze, der estnischen Kaitseliit und der litauischen KASP teil.

