Nach fast sechs Tagen intensiver Schlussverhandlungen haben die Parteien eine neue dreijährige Vereinbarung für dänische Staatsbedienstete erzielt. Das Abkommen, bekannt als OK26, umfasst rund 200.000 Beschäftigte und wurde zwischen dem staatlichen Arbeitgeber und den Gewerkschaftsorganisationen abgeschlossen. Unter anderem werden 275 Millionen dänische Kronen für Beschäftigte der dänischen Streitkräfte bereitgestellt.

Die Vereinbarung sieht allgemeine Lohnerhöhungen von insgesamt 6,8 Prozent über die dreijährige Laufzeit vor. Werden der Wert von Rente, Urlaub und anderen Vertragsbestandteilen eingerechnet, beläuft sich der gesamte wirtschaftliche Rahmen auf rund 8,7 Prozent. Den Parteien zufolge soll das Abkommen damit zu einem verbesserten Reallohn für die Beschäftigten führen.

Eine der meistdiskutierten Fragen während der Verhandlungen war die Vergütung des Militärpersonals. Im Abkommen wird ein gesonderter Lohnfonds von 275 Millionen dänischen Kronen für die Gehälter der Soldaten bereitgestellt. Die Mittel sollen auf die Gewerkschaftsorganisationen Hærens Konstabel- og Korporalforening (HKKF), Centralforeningen for Stampersonel (CS) und Hovedorganisationen af Officerer i Danmark (HOD) aufgeteilt werden, die nun Verhandlungen mit dem Personalkommando (PKOM – Personelkommandoen) über die konkrete Verteilung aufnehmen.

Dänemarks Verteidigungsminister und stellvertretender Ministerpräsident Troels Lund Poulsen kommentiert die Vereinbarung auf X:

– Heute ist ein guter Tag für diejenigen, die das Rückgrat unserer Verteidigung bilden. Es besteht ein Bedarf daran, dass unsere Soldaten stärkere Anreize erhalten, länger bei den Streitkräften zu bleiben und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln. Nun sollen die Details auf lokaler Ebene ausgehandelt werden, aber die Mittel sind vorhanden, um einen echten Schub zu ermöglichen. Das ist sowohl angemessen als auch notwendig für eine starke dänische Verteidigung.

Die Investition entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Lohnerhöhung von zwischen 2,6 Prozent für Offiziere und 4,5 Prozent für Mannschaftsdienstgrade und Korporale, zusätzlich zu den allgemeinen Lohnerhöhungen im Rahmen von OK26. Für die Offiziersgruppe bedeutet die Einigung einen Fonds von etwas mehr als 70 Millionen Kronen, dies gemäß HOD.

Die Aufteilung wurde angepasst, um eine gleichmäßigere Verteilung zwischen den verschiedenen Personalgruppen innerhalb der Streitkräfte zu schaffen, basierend auf der Anzahl der Vollzeitstellen. In den kommenden Wochen werden die Militärorganisationen weiter darüber verhandeln, wie die Mittel in der Praxis umgesetzt werden sollen, ausgehend von der zuvor durchgeführten Lohnanalyse für die Streitkräfte.

HKKF weist zudem darauf hin, dass das Rentenalter durch die neue Vereinbarung nicht verändert wird, was die Organisation als eine wichtige Frage in den Verhandlungen bezeichnet.

Sofern das Abkommen genehmigt wird, wird es die Löhne und Arbeitsbedingungen der dänischen Staatsbediensteten für die kommenden drei Jahre regeln.