Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) startet gemeinsam mit den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten), der Schwedischen Verteidigungsforschungsagentur (FOI – Totalförsvarets forskningsinstitut), der Schwedischen Verteidigungshochschule (Försvarshögskolan) und dem Verteidigungsministerium ein neues Innovationsprojekt, das die Umsetzung von Innovationen in operative Verteidigungsfähigkeit erleichtern soll. Das Projekt trägt den Namen From Innovation to Battlefield Demonstration Week.

– Die Schwedischen Streitkräfte müssen schneller Lösungen für konkrete Bedarfe entwickeln. Mit diesem Projekt haben wir die Ambition, eine Struktur zu schaffen, die die Innovationskraft der Industrie und der Wissenschaft besser nutzbar macht, sagt Tommy Petersson, Leiter für Test und Evaluierung bei der FMV.

Die Initiative zielt darauf ab, ein konkretes militärisches Problem zu adressieren, indem Unternehmen und akademische Akteure eingeladen werden, Lösungen vorzuschlagen. Diese sollen anschließend in der Praxis erprobt und Verteidigungsbehörden, Experten sowie Vertretern aus Schweden und Partnerländern demonstriert werden.

Eine priorisierte Zielgruppe sind kleinere Unternehmen mit Innovationen, die im Verteidigungsbereich angewendet werden können, sich jedoch bislang nicht als Teil der Verteidigungsindustrie betrachten. Das Projekt soll mit Unterstützung der Innovationsstrategie der FMV sowie der Verteidigungs- und Innovationsstrategie der schwedischen Regierung durchgeführt werden.

– Indem wir den Dialog ausweiten und mehr Akteure einbeziehen, können wir die Vorlaufzeiten verkürzen und schneller Zugang zu den erforderlichen Fähigkeiten erhalten, sagt Generalmajor Johan Axelsson, stellvertretender Leiter des Operationskommandos der Schwedischen Streitkräfte.

Die erste Demonstrationswoche ist für Herbst 2025 geplant. Das Ziel ist es, anschließend mehrere Demonstrationswochen pro Jahr durchzuführen, um verschiedene Domänen abzudecken und die schnellere Einführung technischer Lösungen in schwedische Kampfverbände sowie die Lieferung an die Ukraine zu unterstützen.