Die Regierung hat eine neue verteidigungspolitische Ausrichtung vorgestellt, die darauf abzielt, Schwedens Zusammenarbeit mit Ländern in der indopazifischen Region zu stärken. Der Beschluss wurde am 4. Juli gefasst und heute im Medelhavsmuseet (Mittelmeermuseum) in Stockholm vorgestellt, an dem Verteidigungsminister Pål Jonson (M) teilnahm, teilt das Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.

Die indopazifische Region, die sich von der Ostküste Afrikas bis zu den Inselstaaten des Pazifiks erstreckt, hat verteidigungspolitisch zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung wird vor allem durch die Dynamik zwischen China und den USA geprägt, wobei Chinas zunehmend autoritäre Herrschaft und die Zusammenarbeit mit Russland die globale Sicherheit beeinflussen. Gleichzeitig wird die Region durch Ereignisse in Europa beeinflusst, wie etwa Russlands Invasion der Ukraine, schreibt das Verteidigungsministerium.

In der Pressemitteilung betont die Regierung, dass die Sicherheit im euroatlantischen und im indopazifischen Raum zunehmend miteinander verknüpft ist.

Die neue Ausrichtung enthält mehrere Maßnahmen zur Stärkung der schwedischen Verteidigungskooperation mit Ländern in der indopazifischen Region in drei Schwerpunktbereichen: verteidigungspolitische Beziehungen, militärische Präsenz sowie Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigungsmaterial, Innovation und Technologie.

– Die Entwicklung verteidigungspolitischer Beziehungen mit Partnerländern in der indopazifischen Region wird daher immer wichtiger, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in der Pressemitteilung.