Die Regierung hat das Nationale Cybersicherheitszentrum (NCSC) bei der Schwedischen Nationalen Funkaufklärungsbehörde (FRA, Försvarets radioanstalt) in Stockholm beauftragt, die Arbeit zur Cybersicherheit im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI) zu koordinieren und zu stärken.

Das NCSC teilt mit, dass die Entscheidung darauf abzielt, den Cyberherausforderungen zu begegnen, die sich aus der rasanten Entwicklung im Bereich KI ergeben. Laut NCSC haben Fortschritte bei KI-Modellen die Möglichkeiten erheblich verbessert, Schwachstellen in Software schneller als bisher zu finden, was sowohl die Erkennung als auch die Behebung von Sicherheitslücken erleichtert. Gleichzeitig weist das NCSC darauf hin, dass die Technologie von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden kann, um Schwachstellen aufzuspüren und Cyberangriffe durchzuführen.

Der Auftrag sieht vor, dass das NCSC auf nationaler Ebene gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Arbeit zur Prävention, Erkennung und Abwehr KI-gesteuerter Cyberbedrohungen koordiniert. Dies umfasst die Analyse von Risiken, Schwachstellen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Modellen im Cybersicherheitsbereich sowie die Ermittlung des Handlungsbedarfs. Das NCSC soll zudem die nationale Koordinierung in relevanten internationalen und europäischen Foren zu KI aus einer Cybersicherheitsperspektive sicherstellen. Darüber hinaus soll das NCSC als Ansprechpartner für Unternehmen fungieren, die fortschrittliche KI-Modelle entwickeln.

"Das Nationale Cybersicherheitszentrum hat in seinem nationalen Auftrag eine natürliche Rolle bei der Koordinierung cybersicherheitsrelevanter Fragen im Zusammenhang mit KI. Die Entwicklung stellt Behörden und Organisationen vor die Anforderung, gemeinsam zu handeln, um sicherzustellen, dass insbesondere unsere gesellschaftlich wichtigen und kritischen Einrichtungen ausreichend geschützt sind. Wir freuen uns darauf, im Rahmen des neuen Auftrags, den wir erhalten haben, breit zusammenzuarbeiten", sagt John Billow, Leiter des NCSC.