Der französische Marineschiffbauer Naval Group und das Marine Technology Center of Sweden (MTC) haben am 12. Oktober in Stockholm eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst Forschung und Innovation im Bereich Marineverteidigung und Meerestechnologie.

"Gemeinsam können wir die Entwicklung, Innovation und Erprobung in Schweden beschleunigen", sagte Emmanuel Brochard, Direktor für internationale F&E-Kooperationen bei Naval Group.

Laut Naval Group wird die Zusammenarbeit die Bereiche Kommunikation, autonome Systeme, Schutz kritischer Meeresboden-Infrastruktur und digitale Schiffsarchitekturen umfassen. Die Partner erklären, dies solle die maritime Souveränität Schwedens stärken.

MTC ist eine Kooperationsplattform mit Sitz in Karlskrona (Südschweden, Standort eines schwedischen Marinestützpunkts). Sie bringt Industrie, Wissenschaft und öffentlichen Sektor zusammen, um maritime Lösungen zu erproben und zu demonstrieren.

"Unser Ziel ist es, maritime Innovation zu beschleunigen und internationale Zusammenarbeit in konkrete Ergebnisse umzusetzen, die zur maritimen Sicherheit im Ostseeraum und in Europa beitragen", sagte David Appelberg, Direktor des MTC.

Die Absichtserklärung erfolgt sechs Wochen, nachdem Naval Group einen Vertrag über die Lieferung von vier Verteidigungs- und Interventionsfregatten (FDI) an die Königlich Schwedische Marine unterzeichnet hatte. Schweden hatte sich im Mai, wie zuvor von NDS berichtet, für das FDI-Design entschieden. Das erste Schiff soll 2030 ausgeliefert werden.