Die schwedische 44. Kampfmittelräumer-Tauchdivision (44:e Röjdykardivisionen) hat an der NATO-geführten Übung Arctic Specialist 2026 im norwegischen Kjevik teilgenommen. Die Übung wurde unter harten Winterbedingungen gemeinsam mit amerikanischen und norwegischen EOD-Verbänden (Explosive Ordnance Disposal, Kampfmittelräumung) durchgeführt, so die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten).

– Das harte Wetter, mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad, bietet uns eine gute Möglichkeit, Taktiken, Techniken und Verfahren der Verbände zu erproben, sagt Korvettenkapitän David Marmbäck, Taktikchef der Kampfmittelräumer-Tauchdivision.

Der Schwerpunkt der Übung lag auf qualifizierter Kampfmittelräumung in arktischer Meeresumgebung. Zu den teilnehmenden Einheiten gehörten amerikanische EOD-Operateure der Mobile Unit 8 sowie das norwegische Minedykkerkommandoen (Norwegisches Minenräucher-Kommando).

Die Übung wurde in anspruchsvollem Gelände durchgeführt, sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche. Laut David Marmbäck schafft die Kombination aus Witterungsbedingungen, körperlicher Belastung, technischen Risiken durch Kampfmittel und einer simulierten Bedrohungslage eine komplexe Umgebung für Personal und Ausrüstung.

– Zusammen mit der Bedrohung durch den Feind und der technischen Bedrohung durch die Munition entsteht eine komplexe Einsatzumgebung. Unter solchen Bedingungen wird schnell deutlich, was funktioniert und was weiterentwickelt werden muss, sagt David Marmbäck.

Autonome und ferngesteuerte Systeme waren ein wiederkehrendes Element während der Übung. Alle teilnehmenden Nationen setzten unbemannte Fahrzeuge ein, um Kampfmittel zu lokalisieren und zu räumen. Die technische Entwicklung in diesem Bereich wird als rasant eingeschätzt, mit dem Fokus darauf, die Risiken für das Personal zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.