Die NATO Communications and Information Agency (NCIA) hat einen Vertrag mit Accenture über die Entwicklung des Protected Business Network (PBN) unterzeichnet, einer neuen cloudbasierten digitalen Infrastruktur für die Allianz. Laut NATO soll die Plattform die Grundlage für klassifizierte digitale Aktivitäten innerhalb der NATO bilden.
Laut NATO wurde der Vertrag im Rahmen des Verteidigungsindustrieforums beim NATO-Gipfel in Ankara unterzeichnet. Das PBN soll der NATO eine gemeinsame Cloud-Architektur für klassifizierte Kommunikation und Informationsverwaltung bereitstellen.
„Der heutige Vertrag stellt einen bedeutenden Schritt in der fortlaufenden digitalen Transformation der NATO dar. Unsere neue robuste und interoperable transatlantische Cloud-Architektur ermöglicht es den Alliierten, Entscheidungen zu treffen und Operationen gemeinsam schneller und sicherer als zuvor durchzuführen", sagt Jean-Charles Ellermann-Kingombe, stellvertretender Generalsekretär für Cyber- und digitale Transformation, in einer Pressemitteilung der Allianz.
In einer Pressemitteilung von Accenture wird angegeben, dass der Vertrag über sieben Jahre läuft und einen geschätzten Wert von rund 200 Millionen Euro hat. Accenture soll gemeinsam mit Leonardo die zentrale PBN-Plattform in einer von der NCIA bereitgestellten Multicloud-Umgebung entwickeln, einführen und betreiben. Laut Accenture soll die Lösung schrittweise für rund 29.000 Nutzer innerhalb der Allianz eingeführt werden.
„NATOs Ambition, eine digital befähigte Allianz zu werden, ist eines der bedeutendsten Transformationsprogramme unserer Zeit. Gemeinsam mit Leonardo bringen wir die Cloud- und Cybersicherheitsfähigkeiten ein, die benötigt werden, um der NCIA beim Aufbau eines digitalen Rückgrats zu helfen, das robust, interoperabel und zukunftsfähig ist und gleichzeitig die eigene operative Fähigkeit der Allianz stärkt", sagt Mauro Macchi, CEO von Accenture EMEA.
Das Unternehmen betont zudem, dass die neue Plattform ältere digitale Lösungen durch ein gemeinsames cloudbasiertes Betriebsmodell und standardisierte Entwicklungsmethoden ersetzen soll. Accenture gibt weiterhin an, dass Leonardo im Rahmen des Projekts für eine sogenannte Zero Trust-Architektur sowie eine KI-basierte Plattform für die Cyberabwehr verantwortlich sein wird.

