Der NATO-Innovationsfonds (Nato Innovation Fund) stärkt seine Organisation mit einem neuen Vorstandsvorsitzenden und einem geopolitischen Beratungsgremium. Ziel ist es, die Entwicklung und Industrialisierung neuer Technologien im europäischen Verteidigungssektor zu beschleunigen.
Professor Dame Fiona Murray wurde zur neuen Vorsitzenden des Vorstands des NATO-Innovationsfonds ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Klaus Hommels an, der künftig als Vorsitzender eines neu eingerichteten geopolitischen und strategischen Rates weiterhin eine Rolle im Fonds übernimmt.
In einer Erklärung betont Fiona Murray, dass der Auftrag des Fonds wichtiger denn je sei:
– Dies ist ein entscheidender Moment, um Investitionen in Start-ups und Technologien zu koordinieren, die den dringenden Fähigkeitsbedarf der NATO decken können. Es geht nicht nur um Technologie – es geht um die künftige Resilienz des Bündnisses.
Das neue Gremium soll dem Fonds zufolge langfristige Unterstützung in Fragen der Strategie, Geopolitik und Industrialisierung bieten. Ziel ist unter anderem die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen kleineren Technologieunternehmen und der etablierten Verteidigungsindustrie in Europa.
Zu den Mitgliedern zählen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verteidigung, darunter die stellvertretende NATO-Generalsekretärin Radmila Šekerinska, der oberste militärische Zukunftsplaner Frankreichs, Admiral Pierre Vandier, sowie die ehemalige niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren. Auch der frühere polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski und der Sonderbeauftragte der EU für Menschenrechte gehören dem Gremium an.
Den Angaben des Fonds zufolge erfolgen die Veränderungen vor dem Hintergrund einer gestiegenen Nachfrage nach rascher Technologieentwicklung, eines Mangels an Verteidigungsmaterial sowie einer fragmentierten europäischen Industrielandschaft. Das neue Gremium soll als Brücke zwischen Investoren, Entscheidungsträgern und der Industrie fungieren.


