Finnland wird in Riihimäki (südliches Finnland) eine neue NATO-Einheit für Kommunikations- und Informationssysteme erhalten. Die Entscheidung wurde am 6. März von Verteidigungsminister Antti Häkkänen getroffen.

Die neue Einheit, ein sogenanntes Deployable CIS Module (DCM – verlegbares Kommunikations- und Informationssystemmodul), soll den NATO-Streitkräften und Führungsstrukturen in Finnland und bei Bedarf im gesamten Bündnis Kommunikations- und IT-Unterstützung bereitstellen. Der Betrieb soll laut einer Pressemitteilung des finnischen Staatsrats Anfang 2027 aufgenommen werden.

Die Einheit wird rund 60 Mitarbeiter umfassen und mit finnischem Personal besetzt sein. Organisatorisch wird sie der NATO-Kommunikations- und Informationssystemgruppe (NCI Agency) angehören.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums soll die Einrichtung die Fähigkeit der NATO stärken, Finnland und die Region Nordeuropa zu verteidigen. Die Investition ist Teil der gemeinsamen NATO-Kommandostruktur und kann über den gemeinsamen Haushalt des Bündnisses finanziert werden.

– Die Einrichtung einer NATO-Einheit für verlegbare Kommunikations- und Informationssysteme in Riihimäki wird die Fähigkeit der NATO stärken, Finnland und den Hohen Norden zu verteidigen, und die Stellung der Garnison Riihimäki als wichtiges Kompetenzzentrum für Führungs- und Kontrollsysteme festigen, erklärt Verteidigungsminister Häkkänen.

Zu Beginn dieses Jahres gab die finnische Streitkräfte (Puolustusvoimat) bekannt, dass eine neue Innovationseinheit mit operativem Kern in Riihimäki eingerichtet werden soll, worüber NDS bereits berichtet hat.

Der Bürgermeister von Riihimäki, Jouni Eho, begrüßt die neue Entscheidung in einer Pressemitteilung:

– Die Ansiedlung einer Führungssystemeinheit in Riihimäki ist ein historischer Wendepunkt in der Entwicklung einer Stadt mit knapp dreißigtausend Einwohnern. Es ist zudem eine hervorragende Ergänzung zu den Kernfunktionen des Zentrums der Streitkräfte für künstliche Intelligenz und der Innovationseinheit, die Anfang 2026 in Riihimäki ihren Betrieb aufgenommen hat, so Bürgermeister Jouni Eho.