Generalleutnant Guillaume N. Beaurpere hat sein Amt als neuer Befehlshaber des NATO-Kommandos zur Koordinierung militärischer Unterstützung und Ausbildung für die Ukraine, NSATU, angetreten. Gleichzeitig kündigt die NATO an, dass die Organisation schrittweise eine stärkere europäische Führung erhalten soll.

Bei einer Zeremonie in Wiesbaden am 3. August übernahm Generalleutnant Guillaume N. Beaurpere die Position als Befehlshaber der NATO Security Assistance and Training for Ukraine (NSATU). Er tritt die Nachfolge von Generalleutnant Curtis A. Buzzard an, der das Kommando seit 2024 geführt hat. Das teilt die NATO mit.

NSATU (NATO Security Assistance and Training for Ukraine) ist dafür verantwortlich, Lieferungen von militärischem Material und Ausbildungsmaßnahmen für die Ukraine aus den NATO-Mitgliedstaaten und Partnerländern zu koordinieren. Die Organisation wurde eingerichtet, um die Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte zu bündeln und zu koordinieren.

Im Zusammenhang mit dem Führungswechsel erklärte der oberste NATO-Militärbefehlshaber in Europa (SACEUR), General Alexus G. Grynkewich, dass sich NSATU weiterentwickeln werde. Ihm zufolge wird das Kommando in etwa einem Jahr voraussichtlich von einem europäischen oder kanadischen Offizier übernommen, während zugleich Teile der Tätigkeit der Security Assistance Group Ukraine (SAG-U) an NSATU übertragen werden.

„Eine effektivere, zweckmäßigere und langfristigere Unterstützung, mit einer verstärkten europäischen Führung bei der Umsetzung", so Grynkewich laut der Pressemitteilung der NATO.

Nach Angaben der NATO sollen die Veränderungen zu einer erhöhten Effizienz beitragen, ohne die Unterstützung für die Ukraine zu beeinträchtigen, die weiterhin als eine der höchsten Prioritäten des Bündnisses beschrieben wird. Die Übertragung wird zudem als Teil davon hervorgehoben, dass die europäischen Verbündeten innerhalb der NATO mehr Verantwortung übernehmen, und als Bestandteil der Initiative NATO 3.0.