Estland, Finnland, Litauen, die Niederlande, Norwegen und Schweden haben eine technische Vereinbarung zur Zusammenarbeit beim Schützenpanzer CV90 (Combat Vehicle 90) unterzeichnet. Das Abkommen zielt darauf ab, sowohl die operative Fähigkeit als auch die Logistik innerhalb der NATO zu stärken.

Laut einer Pressemitteilung der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) markiert die Vereinbarung einen Meilenstein in der nordisch-baltischen Verteidigungskooperation. Die Länder sollen Nutzung, Wartung und Weiterentwicklung des Schützenpanzers CV90 – in Schweden als Stridsfordon 90 bezeichnet – koordinieren. Die FMV teilt mit, dass die multilaterale technische Vereinbarung auf eine zuvor unterzeichnete Absichtserklärung über eine gemeinsame Beschaffung folgt.

„Dies ist ein wichtiger Schritt bei der gemeinsamen Beschaffung weiterer Schützenpanzer CV90. Ein gemeinsames Fahrzeugsystem erhöht die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften unserer Länder – sowohl hinsichtlich der Wartung als auch der langfristigen Weiterentwicklung des Systems", sagt Eva Hagwall, kommissarische Direktorin für Verteidigungsmaterial (NAD), in der Pressemitteilung.

Im April wurde bekannt, dass Schweden, Finnland, Norwegen und Litauen bereits Verhandlungen über einen koordinierten Kauf von bis zu mehreren Hundert CV90-Fahrzeugen geführt hatten. Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson erklärte damals, dass die Verhandlungen eine beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen umfassten, während der litauische Ministerpräsident die Bedeutung der regionalen Verteidigungskooperation betonte. Litauen verfolgt parallel dazu einen nationalen Beschaffungsprozess, um zwei mechanisierte Bataillone mit dem CV90 auszurüsten.

Die neue technische Vereinbarung umfasst nun auch die Niederlande und Estland, mit dem Ziel schnellerer Lieferungen, niedrigerer Kosten und höherer Effizienz im Betrieb des Systems.