Die Behörde für Gesamtverteidigungsanalyse (Myndigheten för totalförsvarsanalys, MTFA) stellt in ihrem Jahresbericht für 2025 fest, dass die Akteure im Bereich der zivilen Verteidigung nach wie vor über keine klaren Mandate und Zuständigkeitsverteilungen verfügen. Die Behörde warnt zudem davor, dass Informationsdefizite seitens anderer Behörden mehrere ihrer Prüfungen verzögert und beeinträchtigt haben.

Die größten Probleme sieht die MTFA in der Spannung zwischen den Länsstyrelserna (schwedischen Regionalbehörden) mit geografischer Gebietsverantwortung und den zentralen Bereitschaftsbehörden. Die Behörde bezeichnet dies als das einzeln größte Hindernis für die Entwicklung der Gesamtverteidigung. Die Regierung setzte im Herbst 2025 eine Untersuchung zur Steuerung der Verwaltungsbehörden in Kriegs- und kriegsnahen Verhältnissen ein.

Die MTFA gibt zudem an, dass die Behörde im Jahr 2025 wiederholt Schwierigkeiten hatte, Unterlagen von anderen Behörden rechtzeitig zu erhalten. Dies führte zu Verzögerungen bei laufenden Evaluierungen und dazu, dass die Analysen nicht so tiefgehend ausfallen konnten wie geplant.

Von den 85,5 Millionen Schwedischen Kronen, die der Behörde für 2025 zugeteilt wurden, wurden 66,7 Millionen Kronen verbraucht – eine Ausschöpfungsquote von 78 Prozent. Die MTFA erklärt die Abweichung damit, dass sich die Behörde noch im Aufbau befindet, unter anderem aufgrund verzögerter Beschaffung einer sicheren IT-Infrastruktur.

Insgesamt legte die MTFA im Laufe des Jahres sieben Berichte an die Regierung vor. Die Behörde beschäftigte zum Jahresende 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und steigerte ihre Gesamtkosten im Vergleich zu 2024 um 22 Prozent.