Schweden hat seinen früheren Vertrag mit MBDA über Luftabwehrraketen für die Visby-Korvetten erweitert. Es handelt sich um weitere Einheiten der Rakete CAMM (Common Anti-air Modular Missile), die im Sea Ceptor-System eingesetzt wird und ab 2026 installiert werden soll.
Laut der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) hat die Behörde einen Zusatzvertrag mit MBDA über weitere Lieferungen von Common Anti-air Modular Missiles (CAMM) für Korvetten der Visby-Klasse abgeschlossen. Die Raketen sollen in das schiffsgestützte Luftabwehrraketensystem Sea Ceptor integriert werden, das ab 2026 im Rahmen der Halbzeitsmodernisierung der Schiffe installiert wird.
In einer Pressemitteilung von MBDA kommentiert der nordische Vertriebsleiter des Unternehmens, Peter Bäckström, die Bestellung.
– Schweden bekräftigt mit dieser Bestellung weiterer CAMM-Raketen erneut sein Vertrauen in MBDAs weltweit führende Kompetenz, sagt er.
Die Rakete CAMM, die sowohl in land- als auch in seegestützten Luftabwehrsystemen eingesetzt wird, hat laut MBDA eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern und kann mehrere gleichzeitige Ziele mit geringem Abschussdetektionsrisiko bekämpfen.
Das Sea Ceptor-System wird von MBDA geliefert und von Saab integriert. Die Integrationsarbeiten umfassen einen Auftrag im Wert von rund 1,6 Milliarden Schwedischen Kronen, worüber NDS bereits früher berichtet hat. Der FMV-Projektleiter für die Modernisierung, Per Sundström, hat zuvor angegeben, dass der Schwerpunkt darauf liegt, das System so schnell wie möglich einsatzbereit zu machen. Eine erste Schiffslieferung an die Schwedische Marine wird gut ein Jahr nach Beginn der Installation erwartet.
Das System ist bereits in anderen NATO-Ländern im Einsatz, darunter im Vereinigten Königreich.

