Die Militärhochschule Karlberg (Militärhögskolan Karlberg) ist seit dem Jahreswechsel wieder ein Heeresverband. Die Organisationsänderung wurde am Mittwoch durch eine Zeremonie auf Schloss Karlberg (Stockholm, Schweden) gewürdigt.
Heeresinspekteur Jonny Lindfors begründet die Änderung damit, dass die Teilstreitkräftechefs die Kontrolle über die Personalversorgung benötigen.
– Im Moment lautet meine Botschaft: Es ist keine Revolution im Gange durch euren Eintritt ins Heer – keep calm and carry on, sagt Lindfors.
Am 1. Januar 2026 wurde die Leitung der Schule vom Ausbildungschef der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) auf den Heeresinspekteur übertragen. Die Schule war seit 1999 direkt dem Hauptquartier unterstellt, kehrt nun jedoch zu der Organisationsform zurück, die seit 1792 für den Großteil ihrer Geschichte gegolten hat, teilt die Schwedische Streitkräfte mit.
Der Betrieb der Schule bleibt gesamtstreitkräftlich ausgerichtet, wobei Kadetten aus dem Heer, der Marine und der Luftwaffe von der Schwedischen Hochschule für Landesverteidigung (Försvarshögskolan) ausgebildet werden*. Der Verbandskommandeur, Oberst Jerker Sundström, begrüßt die Entscheidung, einer Teilstreitkraft statt der zentralen Führung unterstellt zu werden.
– Insgesamt sind wir ein Heeresverband wie jeder andere, jedoch mit dem Auftrag, den gesamten Bedarf der Schwedischen Streitkräfte zu decken, sagt Sundström.
* Der Artikel wurde ergänzt, um die organisatorische Verantwortung für die Ausbildung zu verdeutlichen.

