Ab dem Herbstsemester 2025 wird der Unterricht über Schwedens Gesamtverteidigung (Totalförsvar) ein obligatorischer Bestandteil des Gesellschaftskundeunterrichts an Gymnasien. Der Beschluss betrifft rund 400.000 Schülerinnen und Schüler, wie aus einer Pressemitteilung der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) hervorgeht.

Den Schwedischen Streitkräften zufolge wird das Bildungsprogramm Tillsammans är vi totalförsvaret („Gemeinsam sind wir die Gesamtverteidigung") in den Gymnasiallehrplan für Gesellschaftskunde aufgenommen. Das Programm ist digital und interaktiv gestaltet und kann entweder selbstständig in zwei Stunden oder unter Lehrerleitung in vier Stunden absolviert werden.

– Die Ausbildung junger Menschen in der Gesamtverteidigung ist eine Investition in Schwedens künftige Sicherheit. Sie vermittelt Einblicke in die Funktionsweise Schwedens in Krisen- und Kriegszeiten und verdeutlicht, dass die gesamte Bevölkerung des Landes eine Rolle zu spielen hat. Dieses Verständnis ist entscheidend dafür, dass wir eine robuste und widerstandsfähige Gesellschaft mit einem starken Verteidigungswillen aufbauen können, sagt Robert Trupp, Projektleiter bei den Schwedischen Streitkräften für Gesamtverteidigungsbildung in Schulen.

Die Inhalte umfassen unter anderem Schwedens Gesamtverteidigung, das Völkerrecht sowie die Bedeutung der Außen- und Sicherheitspolitik für zwischenstaatliche Beziehungen, einschließlich der Rolle der NATO.