Die Universität Lund (Südschweden) richtet ein neues Forschungszentrum am Campus Helsingborg (Südschweden) ein, das sich auf Gesamtverteidigung und gesellschaftliche Krisenvorsorge konzentriert. Die Initiative umfasst rund 37 Millionen Schwedische Kronen und zielt darauf ab, Ausbildung, Forschung und Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken.

– Schweden investiert stark in die Gesamtverteidigung (Totalförsvar), und die Universität Lund hat alle Möglichkeiten, gesellschaftlich relevante Forschung und Ausbildung in diesem Bereich beizutragen. Ich bin sehr froh und stolz, dass die Investition der Universität in LUPREP nun Wirklichkeit wird und das vielfältige Wissen der Fakultäten nun gebündelt wird, sagt Erik Renström, Rektor der Universität Lund, in einer Pressemitteilung der Hochschule.

Das neue Zentrum, das unter dem Namen LUPREP – Lund University Centre of Preparedness and Resilience – firmiert, soll Forschung aus sieben der acht Fakultäten der Universität bündeln. Die Tätigkeit umfasst auch eine neue Graduiertenschule mit sechs Doktorandenstellen, davon vier im Bereich der sozialwissenschaftlichen Verteidigungsforschung und zwei mit rechtswissenschaftlicher Ausrichtung.

– Wir freuen uns sehr, dass diese Initiative, die wir seit Langem umsetzen wollten, nun endlich Wirklichkeit wird. Die Universität Lund verfügt über umfangreiche Forschung in diesem Bereich, und indem wir sie unter einem gemeinsamen Dach bündeln, können wir unser gesammeltes Fachwissen besser nutzen, sagt Agnes Andersson, Dekanin der sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Laut der Pressemitteilung befinden sich zwei neue Masterstudiengänge in der Entwicklung: Der eine konzentriert sich auf Gesamtverteidigung und zivile Krisenvorsorge und richtet sich an Studierende sowie Berufstätige im Bereich der Krisenvorsorge. Der andere, mit Schwerpunkt auf Gesamtverteidigung und Sicherheitspolitik, wird auf Englisch angeboten und richtet sich an Sozialwissenschaftler, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler, sowohl national als auch international.

Das Zentrum wird am Campus Helsingborg angesiedelt, wo auch das Institut für psychologische Verteidigung (Institutet för psykologiskt försvar) sowie der Helsingborg Safety Hub lokalisiert sind. Letzterer ist eine Forschungsumgebung, die unter anderem Virtual Reality, Fahrsimulatoren und GIS-Technologie einsetzt, um Sicherheitsfragen zu untersuchen. Drei weitere Forschungsprojekte zur Verteidigung wurden kürzlich mit Mitteln ausgestattet und werden im Rahmen des Zentrums durchgeführt.