Litauen kauft zusätzliche Radarsysteme vom Typ Saab Giraffe 1X beim schwedischen Rüstungskonzern Saab. Die Investition spiegelt einen wachsenden Bedarf wider, Bedrohungen im Luftraum schnell erkennen und bewältigen zu können, teilt das litauische Verteidigungsministerium in einer Pressemitteilung mit.
Laut Verteidigungsminister Robertas Kaunas basiert die Investition unter anderem auf Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine.
„Wir stärken konsequent die litauische Luftverteidigung und stützen unsere Entscheidungen auf die Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine. Das Radarsystem Saab Giraffe 1X ist mobil und kann schnell eingesetzt werden, erkennt effektiv kleine Objekte und verfügt über eine 360-Grad-Abdeckung sowie 3D-Verfolgung. Das Radar lässt sich zudem gut in andere Verteidigungssysteme integrieren und ist störungsresistent. Parallel dazu bauen wir ein integriertes Luftverteidigungssystem auf, von der Erkennung bis zur Bekämpfung und Neutralisierung", sagt Robertas Kaunas.
Das Saab Giraffe 1X ist ein kompaktes 3D-Radarsystem, das sowohl in militärischen Operationen als auch zum Schutz kritischer Infrastruktur eingesetzt werden kann. Es war unter anderem Teil des Luftverteidigungsvertrags im Wert von 8,7 Milliarden SEK, den Schweden Anfang April mit Saab und BAE Systems Bofors abschloss.
Im Dezember 2025 erhielt Saab einen Auftrag im Wert von 3 Milliarden Schwedischen Kronen vom litauischen Verteidigungsministerium für RBS 70 Bolide-Lenkflugkörper, mit geplanten Lieferungen zwischen 2028 und 2032.

