Das litauische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass das Land plant, zwei Bataillone mit dem CV90 auszurüsten, und nun den Beschaffungsprozess einleiten sowie mit der heimischen Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten will, wie FSN bereits berichtet hat.
– Die Absichtserklärung mit Schweden stärkt Litauens Verteidigungsfähigkeit und zeigt unsere gemeinsame Solidarität bei der Bewältigung von Sicherheitsherausforderungen. Wir planen, Schützenpanzer aus Schweden zu kaufen, und erörtern Möglichkeiten, schwedische Luftverteidigungssysteme in das rotationsbasierte NATO-Luftverteidigungsmodell einzubeziehen, erklärt Laurynas Kasčiūnas in einer Erklärung des litauischen Verteidigungsministeriums.
Neben den Verhandlungen über den CV90 öffnet die kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung die Tür für eine breitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Litauen und Schweden erörtern unter anderem die Möglichkeit, schwedische Luftverteidigungssysteme in Litauen zu stationieren, sowie gemeinsame Initiativen zur Stärkung des Hafen- und Küstenschutzes in der Ostseeregion. Schweden und Litauen betonen die Bedeutung der Förderung regionaler Solidarität und Zusammenarbeit innerhalb der NATO und der EU, um gemeinsamen Sicherheitsherausforderungen im Ostseeraum zu begegnen.
– Das litauische Interesse am CV90 ist erfreulich und eröffnet Möglichkeiten zur gemeinsamen Beschaffung mit Schweden und potenziell weiteren Partnern. Eine solche gemeinsame Beschaffung bietet Skaleneffekte für die betreffenden Länder und stärkt die Produktionskapazität der Industrie. Dies wirkt sich positiv auf die Versorgungssicherheit im Bereich Schützenpanzer für alle Nutzer des Systems aus, sagt Pål Jonson in einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums (Försvarsdepartementet).
In einem Interview mit Breaking Defense vom 16. Oktober berichtete der schwedische Heereskommandeur Jonny Lindfors, dass Schweden gemeinsam mit Finnland, Norwegen und Dänemark die Möglichkeiten einer gemeinsamen Beschaffung künftiger Schützenpanzer prüft.
– Wir streben eine gemeinsame Entwicklung, gemeinsame Beschaffung und gemeinsamen Einsatz an. Dadurch können wir die Versorgungsketten vereinfachen und sicherstellen, dass wir die Fahrzeuge instand halten können. Wir werden in derselben Region operieren, daher sehen wir die Vorteile eines gemeinsamen Ansatzes, sagte Lindfors.

