Die NATO hat den in Linköping (Südostschweden) ansässigen Inkubator LEAD als schwedischen Accelerator im Innovationsprogramm DIANA (Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic) ernannt. Damit erhält Schweden einen eigenen Knotenpunkt innerhalb der NATO-Initiative für Verteidigungsinnovation, wie aus einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums hervorgeht.
LEAD wurde bereits 2023 empfohlen als schwedischer Kandidat für DIANA von den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) und der schwedischen Innovationsbehörde Vinnova, worüber Nordic Defence Sector bereits berichtet hat. Damals wurden auch vier schwedische Testzentren als Kandidaten für das Programm benannt: MAX IV, das Marine Technology Center of Sweden, RISE sowie eine gemeinsame Raumfahrtinitiative der Schwedischen Raumfahrtgesellschaft (Svenska Rymdaktiebolaget), des Instituts für Weltraumphysik (Institutet för rymdfysik) und der Technischen Universität Luleå (nördliches Schweden).
LEAD, das in Linköping und Norrköping (beide in Südostschweden) ansässig ist, soll laut der Regierung bis zu zehn NATO-Unternehmen pro Jahr aufnehmen und Unterstützung unter anderem in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Testumgebungen sowie Kontakte zu Behörden und der Verteidigungsindustrie anbieten.
„Es ist sehr positiv, dass Schweden einen Accelerator im Rahmen der NATO-Innovationsinitiative DIANA erhält. Schweden verfügt über starke Technologieunternehmen, eine herausragende Verteidigungsindustrie und ein wachsendes Ökosystem für Verteidigungsinnovation", sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in der Pressemitteilung.
Laut der Regierung soll DIANA dazu beitragen, zivile Technologie schneller in militärische Fähigkeiten umzusetzen. Die Schwerpunktbereiche umfassen unter anderem künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, autonome Systeme, Sensortechnologie und fortschrittliche Materialien.
„Dies ist nicht nur eine wichtige Anerkennung für LEAD, sondern auch für Schweden als Technologie- und Innovationsnation. Wir erhalten nun eine klarere Position in der internationalen Innovationszusammenarbeit, die sich rund um Sicherheit, Verteidigung und Zukunftstechnologie entwickelt", sagt Catharina Sandberg, Geschäftsführerin von LEAD.
DIANA wurde 2021 von der NATO ins Leben gerufen und zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Industrie, Behörden und Start-ups in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, autonome Systeme, fortschrittliche Materialien und Sensortechnologie zu stärken. Der Krieg in der Ukraine hat laut dem schwedischen Verteidigungsministerium gezeigt, wie schnell neue Technologien das Schlachtfeld verändern können, und hat den Bedarf an schnelleren Innovationsprozessen im Verteidigungsbereich erhöht.
„Schweden ist ein wichtiger Verbündeter mit einer reichen Innovationsgeschichte und einer starken Verteidigung. Wir begrüßen den schwedischen Beitrag von LEAD zum NATO-DIANA-Netzwerk", sagt Jyoti Hirani-Driver, Geschäftsführerin von NATO DIANA.

