Das lettische Verteidigungsministerium und Patria (finnisches Rüstungsunternehmen) haben einen Vertrag über Lebenszyklusunterstützung und Wartung der gepanzerten Geländefahrzeuge des Typs CAVS 6x6 der lettischen Streitkräfte unterzeichnet. Der am 11. März geschlossene Vertrag soll die langfristige Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherstellen, indem lokale Wartung und Herstellerunterstützung in einem gemeinsamen Rahmenwerk zusammengeführt werden.

– Diese Vereinbarung stärkt Lettlands langfristige Verteidigungsfähigkeit, indem sie die Stärken der lokalen Industrie mit Patrias Erfahrung verbindet, sagt Lettlands Verteidigungsminister Andris Sprūds laut einer Pressemitteilung des lettischen Verteidigungsministeriums.

Der Vertrag ergänzt den übergeordneten Lebenszyklusmanagement-Vertrag (LCM), den Lettland, Finnland und Patria im Jahr 2024 unterzeichnet haben. Das lettische Verteidigungsministerium gibt an, dass die Initiative die militärische Wartungskapazität auf lokaler Ebene stärkt, was sowohl im Frieden als auch in Krisensituationen als entscheidend für die Versorgungssicherheit gilt.

Das Verteidigungsunternehmen Patria bestätigt in einer separaten Mitteilung, dass die Vereinbarung spezifische Wartungsprozesse und Verantwortungsbereiche festlegt, die auf die lettische Fahrzeugflotte zugeschnitten sind. Das Konzept integriert Wartungsaktivitäten der lokalen Industrie mit dem Fachwissen des Originalherstellers (OEM).

– Durch das CAVS-Programm wird Lettlands Versorgungssicherheit für 6x6-Fahrzeuge außerordentlich stark. Sie wird gestützt durch die lokale Fahrzeugmontage, die seit 2022 läuft, das 2025 abgeschlossene Technologietransferprogramm sowie die Einrichtung eines dedizierten Ersatzteillagers, sagt Ugis Romanovs, Patrias Leiter für Lettland.

Das CAVS-Programm (Common Armoured Vehicle System) wird unter finnischer Führung betrieben und umfasst derzeit sieben Mitgliedsländer. Lettlands Beteiligung begann 2021 mit einem Rahmenvertrag über mehr als 200 gepanzerte Geländefahrzeuge von Patria. Laut dem lettischen Verteidigungsministerium wurde diese Bestellung kürzlich um weitere 56 Führungsfahrzeuge ergänzt, nachdem die Designphase des Systems im Sommer 2024 abgeschlossen wurde. Lettland hat zudem bereits rund 40 Patria-6x6-Fahrzeuge an die Ukraine geliefert, worüber NDS bereits berichtet hat.