Die Ukraine hat nun 42 Patria 6x6 Schützenpanzer aus Lettland erhalten. Bei einer Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Ādaži am 6. November nahm Verteidigungsminister Denys Shmyhal die letzte Lieferung von 21 Fahrzeugen von Verteidigungsminister Andris Sprūds entgegen.

Die Spende umfasste auch Ersatzteile und Reparatursets, die für die Instandsetzung von Fahrzeugen im Feld vorgesehen sind. Laut Shmyhal werden die Fahrzeuge unmittelbar bei den ukrainischen Spezialverbänden in Dienst gestellt. Der lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds betonte, dass die Spende nicht nur eine Unterstützung für die Ukraine darstelle, sondern auch eine Gelegenheit, in Lettland hergestellte Fahrzeuge im Kampfeinsatz zu erproben.

Im Rahmen von Shmyhals Besuch in Riga unterzeichneten die Ukraine und Lettland ein bilaterales Abkommen zur rüstungsindustriellen Zusammenarbeit. Das Memorandum umfasst gemeinsame Forschung und Entwicklung, den Erfahrungsaustausch im Bereich Waffensysteme sowie die Planung einer gemeinsamen Drohnenproduktion. Lettland präsentierte zudem einen Produktkatalog von 54 lettischen Unternehmen mit über 300 Verteidigungsprodukten.

„Wir konzentrieren uns auf Innovation, gemeinsame Projekte und industrielle Zusammenarbeit", sagte Shmyhal nach dem Treffen. Minister Sprūds fügte hinzu, dass man auch eine fortgesetzte Ausbildung ukrainischer Soldaten sowie die Gründung gemeinsamer Unternehmen im Verteidigungssektor plane.