Nach der Leitung des Aufbaus des Artillerieregiments Bergslagen (A 9) übernimmt Brigadegeneral Lars O Jonsson nun als Chef von FMLOG (Logistikorganisation der schwedischen Streitkräfte). In einer früheren Kolumne für Nordic Defence Sector beschrieb er seine Erfahrungen bei der Wiedererrichtung eines Regiments. Nun steht die Aufgabe an, die Logistik der schwedischen Streitkräfte in einer Zeit weiterzuentwickeln, die von Aufrüstung und NATO-Mitgliedschaft geprägt ist.

Welchen beruflichen Hintergrund haben Sie?

Ich arbeite seit fast 39 Jahren bei den schwedischen Streitkräften. Mein Stammverband ist das I 19 in Boden (Nordschweden). Meine letzten drei Positionen waren stellvertretender Planungschef des Heeres, Brigadekommandeur der MekB 19 und zuletzt, über 3,5 Jahre, Kommandeur des Artillerieregiments Bergslagen sowie der Garnison Kristinehamn.

Warum haben Sie sich für eine Laufbahn im Verteidigungssektor entschieden?

Ich habe mich immer mit der Kameradschaft und den Entwicklungsmöglichkeiten wohlgefühlt, sowohl als Fachmann als auch in der Rolle als Vorgesetzter und Führungspersönlichkeit.

Was hat Sie dazu bewogen, die Rolle als Chef von FMLOG anzunehmen?

Ich sah es als spannende Herausforderung, die Logistik so weiterzuentwickeln und zu leiten, dass sie im neuen sicherheitspolitischen Kontext und als Teil des NATO-Bündnisses (North Atlantic Treaty Organization) operativ relevant wird.

Was umfasst Ihre neue Position?

Neben meiner Funktion als Verbandschef und Arbeitgebervertreter für unsere rund 1.100 Mitarbeiter in ganz Schweden sehe ich die Rolle des „Reichsquartiermeisters" als zentral an. Da die Logistik verstärkt wird, unter anderem durch einen General als Chef, geht es in dieser Rolle darum, die Voraussetzungen für die Heeres-, Marine- und Luftstreitkräfte zu schaffen.

Was steht in den nächsten sechs Monaten ganz oben auf Ihrer Agenda?

Da ich von Grund auf kein Logistiker bin, geht es in der ersten Zeit darum, mich in die Tätigkeit einzuarbeiten. Danach geht es darum, gemeinsam mit unseren Verbündeten eine Kompassrichtung mit Fokus auf Transporte und Versorgungsgüter in Frieden, Krise und Krieg vorzugeben.