Kongsberg Defence & Aerospace hat zwei Verträge über Lieferungen für U-Boote in Norwegen und Deutschland unterzeichnet. Die Verträge umfassen einerseits Gefechtsführungssysteme für die kommende U-Boot-Klasse 212CD und andererseits Navigationssysteme für die vorhandenen U-Boote der Klasse 212A der deutschen Marine. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf über 4 Milliarden norwegische Kronen.
Der größere der beiden Verträge betrifft die Lieferung des ORCCA-Gefechtsführungssystems für sechs neue 212CD-U-Boote: vier für Deutschland und zwei für Norwegen. Der Vertrag, der mit dem deutsch-norwegischen Unternehmen kta naval systems geschlossen wurde, hat einen Wert von 3,5 Milliarden norwegischen Kronen. Kta naval systems ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), ATLAS Elektronik und Kongsberg Defence & Aerospace, das für die Entwicklung und Lieferung von Gefechtsführungssystemen für konventionelle U-Boote zuständig ist.
Anfang Dezember hatte die norwegische Regierung Pläne angekündigt, ihre Bestellung von 212CD-U-Booten von vier auf sechs Einheiten aufzustocken. Der Beschluss wurde vom Storting (norwegisches Parlament) noch nicht formell genehmigt.
Darüber hinaus hat Kongsberg einen separaten Vertrag im Wert von über 600 Millionen norwegischen Kronen mit TKMS über die Lieferung von Navigationssystemen für vier deutsche U-Boote der Klasse 212A im Rahmen eines Modernisierungsprogramms unterzeichnet. Die Lieferung umfasst auch die Ausbildungseinrichtungen der deutschen Marine für das 212A-System. Die technischen Lösungen basieren auf Systemen, die für das 212CD-Programm entwickelt wurden.
Laut Kongsberg-Konzernchef Eirik Lie werden Deutschland und Norwegen gemeinsam eine Flotte von zwölf 212CD-U-Booten betreiben, die mit dem nach Unternehmensangaben fortschrittlichsten Gefechtsführungssystem auf dem Markt ausgestattet sein werden.

