Knowit Dataunit stellt nun Yggdrasil vor, eine Plattform, die entwickelt wurde, um große Mengen an Sensor- und Datenquellen in operative Entscheidungsgrundlagen für sicherheitskritische Umgebungen umzuwandeln. Die Lösung wird bereits von Behördenkunden eingesetzt und steht im Mittelpunkt eines geschlossenen Rundtischgesprächs, das das Unternehmen während der Almedalsveckan (der schwedischen politischen Woche auf der Ostseeinsel Gotland) veranstaltet.

Eine der herausragendsten Fähigkeiten von Yggdrasil ist die Möglichkeit, vorhandene Infrastruktur als Sensor zu nutzen. Durch Distributed Acoustic Sensing (DAS, verteilte akustische Sensorik) kann beispielsweise Glasfaserinfrastruktur genutzt werden, um Aktivitäten über große Anlagen, Gebiete und Entfernungen hinweg zu erkennen, zu klassifizieren und zu verfolgen.

In vielen Betrieben ist die Infrastruktur bereits vorhanden. Durch die Kombination vorhandener Sensorquellen mit fortschrittlicher Analyse lassen sich neue Fähigkeiten schaffen, ohne vollständig neue Systeme aufbauen zu müssen, sagt Micael Bydén, Berater bei Knowit Försvarsinitiativ (Knowit Verteidigungsinitiative) und ehemaliger Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte.

Yggdrasil wurde entwickelt, um sich in bestehende Überwachungs-, Führungs- und Sicherheitssysteme zu integrieren. Die Plattform kann so weiterentwickelt werden, dass sie Daten aus unter anderem glasfaserbasierten Sensoren, akustischen Systemen, Kameras und anderen Sensorquellen empfängt und Analysen sowie Klassifizierungen direkt in den vorhandenen Werkzeugen des Bedieners darstellt.

Da Sensoren und Sicherheitssysteme zunehmend größere Informationsmengen erzeugen, wächst auch der Bedarf, schnell verstehen zu können, was diese Informationen tatsächlich bedeuten. Laut Knowit liegt das Problem in vielen Fällen nicht im Mangel an Daten, sondern darin, dass Bediener selbst große Mengen an Alarmen und Signalen interpretieren und priorisieren müssen.

Yggdrasil kombiniert Signalverarbeitung, maschinelles Lernen, Systemintegration und Domänenexpertise, um Ereignisse in Echtzeit zu erkennen, zu klassifizieren und zu priorisieren. Das Ziel ist es, die Menge an Rauschen und Fehlalarmen zu reduzieren und gleichzeitig relevante Ereignisse schneller identifizieren und in ihren Kontext einordnen zu können.

Traditionelle Überwachung dreht sich oft darum, festzustellen, dass etwas passiert ist. Mit Yggdrasil wollen wir dem Bediener helfen zu verstehen, was gerade geschieht, ob es eine Bedrohung darstellt und welche Handlungsoptionen zur Verfügung stehen, sagt Micael Bydén.

Die Plattform wurde für Umgebungen entwickelt, in denen mehrere Sensorquellen zusammenwirken müssen und in denen Entscheidungsträger schnell von der Beobachtung zur Maßnahme übergehen müssen. Durch die Kombination von Echtzeitanalyse mit historischen Mustern kann das System sowohl zur Überwachung und zum Schutz als auch zum langfristigen Aufbau von Nachrichtendienstkapazitäten beitragen.

Laut Knowit ermöglicht dies eine schnellere Einführung als viele traditionelle Sicherheitslösungen, da vorhandene Infrastruktur und bereits etablierte Systeme wiederverwendet werden können.

Während der Almedalsveckan versammelt das Unternehmen besonders eingeladene Vertreter aus Behörden sowie dem Verteidigungs- und Sicherheitssektor zu einem geschlossenen Rundtischgespräch mit vollem Fokus auf Yggdrasil und darauf, wie Sensorfusion, maschinelles Lernen und vorhandene Infrastruktur genutzt werden können, um die schwedischen Sicherheits- und Nachrichtendienstfähigkeiten zu stärken.

Für alle, die die Diskussion fortsetzen möchten, ist Knowit gemeinsam mit CAG am Mittwoch ab 17:00 Uhr auch Gastgeber eines Empfangs im Wisby Strand (Gotland, Schweden).

Möchten Sie mehr über Yggdrasil erfahren oder mögliche Anwendungsfälle im Bereich kritische Infrastruktur, Sicherheit oder Verteidigung besprechen? Kontaktieren Sie Andreas Nilsson unter [email protected] für weitere Informationen oder Einzelheiten zu den Aktivitäten während der Almedalsveckan.