Die Strategie wurde in Rovaniemi (Nordfinnland) vom finnischen Ministerium für Verkehr und Kommunikation vorgestellt und soll die Bereitschaft, Versorgungssicherheit und Widerstandsfähigkeit des nordischen Transportsystems stärken. Sie wurde anschließend den nordischen Verkehrsministern übergeben.

Das Ziel ist ein robustes und zusammenhängendes Transportsystem, das in allen Sicherheitslagen funktioniert und sowohl zivile als auch militärische Bedürfnisse unterstützen kann. Die Strategie soll auch dazu beitragen, grenzüberschreitende Transporte zu verbessern, militärische Transporte zu stärken und Lieferketten zu sichern, so das finnische Ministerium für Verkehr und Kommunikation.

Als Teil der Arbeit benennt die Strategie vier prioritäre Transportkorridore in den nordischen Ländern, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden sollen. Die Korridore umfassen unter anderem wichtige Seewege nahe der schwedischen Küste sowie landbasierte Routen zwischen Norwegen, Schweden und Finnland über unter anderem Göteborg (Westschweden), Haparanda (Nordschweden), Tornio (Nordfinnland), Oulu (Nordfinnland) und Rovaniemi (Nordfinnland).

Die Strategie enthält auch empfohlene Maßnahmen in vier Bereichen: Infrastruktur, Transportdienstleistungen, Ausrüstung sowie Regelwerke und Arbeitsweisen. Für Finnland wird unter anderem der Bedarf hervorgehoben, die Eisbrecher-Flotte zu erneuern, Eisenbahnstrecken mit europäischer Spurweite auf bestimmten Abschnitten zu planen, die Straße E8 zwischen Tornio und Kilpisjärvi zu verbessern sowie Seeverbindungen und grenzüberschreitende Infrastruktur weiterzuentwickeln.

Die Arbeit an der Strategie wurde in Zusammenarbeit zwischen nordischen Verkehrs- und Verteidigungsbehörden auf Initiative der nordischen Verkehrsminister durchgeführt. Mehrere der identifizierten Projekte sind bereits angelaufen.

Die Strategie wurde an Finnlands Verkehrs- und Kommunikationsministerin Lulu Ranne, Schwedens Infrastruktur- und Wohnungsbauminister Andreas Carlson sowie Jakob Vorren, Staatssekretär beim norwegischen Verkehrs- und Kommunikationsminister Jon-Ivar Nygård, übergeben.

Im Rahmen des Treffens in Rovaniemi planen die Minister auch, am 12. März die multinationale Militärübung Cold Response 26 in Lappland zu besuchen. Die Übung versammelt Tausende von Soldaten aus NATO-Bündnisstaaten und nordischen Ländern und zielt darauf ab, die regionale Sicherheit und Zusammenarbeit in Nordeuropa zu stärken.