Im Rahmen der norwegisch geführten Übung Cold Response haben die teilnehmenden Länder eine Reihe gemeinsamer Erklärungen abgegeben. Am Freitag hielt Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre eine gemeinsame Pressekonferenz zusammen mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem kanadischen Premierminister Mark Carney ab.

– Übungen wie Cold Response sind wichtig für Norwegens Sicherheit und für die kollektive Sicherheit der NATO. Es ist entscheidend für unsere Krisenbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Ausrüstung gemeinsam zu testen und unter anspruchsvollen Winterbedingungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft gemeinsam zu üben, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre während der Pressekonferenz.

Zwei Tage später, am 15. März, fand in Oslo (norwegische Hauptstadt) ein nordisch-kanadisches Gipfeltreffen statt. Auch Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson teilte mit, dass er in die norwegische Hauptstadt reiste, um daran teilzunehmen.

Das Treffen führte unter anderem zu einer gemeinsamen Erklärung der teilnehmenden Länder, in der sich die Ministerpräsidenten der nordischen Länder und Kanadas darauf einigten, ihre Zusammenarbeit in politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Hinsicht zu vertiefen. Darüber hinaus wurde bekannt gegeben, dass sie sich häufiger treffen wollen, um gemeinsame Interessen voranzutreiben. Die Länder betonten zudem ihren Willen, ihre gemeinsame Verteidigung und Abschreckung zu stärken, insbesondere in der Arktis, wo sie die verstärkte NATO-Präsenz in der Region unterstützen.

– Als arktische Staaten arbeiten wir zusammen, um Sicherheit und Stabilität für alle Verbündeten in dieser strategisch wichtigen Region zu stärken. Wir sind dem Bestreben der NATO verpflichtet, die Präsenz, Abschreckung und Verteidigung des Bündnisses in der Arktis zu stärken sowie die starke Zusammenarbeit zum Nutzen aller Verbündeten weiterzuentwickeln, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Die Parteien unterstreichen ferner die Bedeutung von Technologie und strategischen Ressourcen. Sie kündigen unter anderem eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Quantentechnologie, Weltraum, Satelliten und digitale Infrastruktur an. Gleichzeitig wollen die Parteien auch den Zugang zu kritischen Mineralien und stabilen Lieferketten sichern.

Bereits im vergangenen Herbst berichtete NDS darüber, dass Dänemark und Kanada eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Quantentechnologie unterzeichnet hatten.

– Gemeinsam bilden die nordischen Länder und Kanada eine starke Partnerschaft. Wir verpflichten uns, diese zu vertiefen und unsere Zusammenarbeit auf der Grundlage von Respekt, Vertrauen sowie gemeinsamen Werten und Interessen weiterzuentwickeln, heißt es abschließend in der gemeinsamen Erklärung.