Was ist Ihr beruflicher Hintergrund?
Ich habe den Großteil meiner Karriere bei der Schwedischen Verteidigungsmaterialbehörde (FMV) verbracht, wo ich an der Entwicklung und Beschaffung des JAS 39 Gripen für die schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) gearbeitet habe. In den letzten 15 Jahren leitete ich den staatlichen Verteidigungsexportbereich und war unter anderem mit Gripen, GlobalEye und U-Booten sowie mit Archer, CV90 und der Verteidigungszusammenarbeit zwischen Schweden und der Ukraine befasst.

Warum haben Sie sich entschieden, im Verteidigungssektor zu arbeiten?
Es begann mit meinem Interesse an Flugtechnik und Aerodynamik als Diplomingenieur. Anfangs fand ich Wehrmaterial vor allem aus technischer Sicht interessant, heute geht es bei meiner Motivation jedoch vor allem darum, zu einer sichereren Gesellschaft beizutragen. Mich treibt an, die schwedische Verteidigungsindustrie weiterzuentwickeln und internationale Kooperationen aufzubauen, die zu Sicherheit, Wohlstand und gesellschaftlich nützlicher Technologieentwicklung beitragen.

Was hat Sie dazu bewogen, die Rolle als Head of Defence and Space Programs bei GKN Aerospace anzunehmen?
Während meiner Zeit bei der FMV habe ich die Zusammenarbeit mit GKN Aerospace sehr geschätzt. Ich bin dort stets auf hochqualifizierte Mitarbeiter mit einem starken Fokus auf Kundennutzen durch Sicherheit, Verfügbarkeit und Kosteneffizienz gestoßen. Es gibt dort ein echtes Engagement dafür, dass der Gripen sicher fliegen kann und verfügbar ist, wann immer die Kunden ihn brauchen. Das machte die Entscheidung leicht!

Was beinhaltet Ihre neue Rolle?
Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern verantworte ich das Geschäft, die Programme und die Beziehungen zu unseren Kunden und Partnern im Bereich Verteidigung und Raumfahrt. Dazu gehört unter anderem, die operative Triebwerksfähigkeit des Gripen sicherzustellen, die Technologieentwicklung für das Kampfflugzeug der Zukunft voranzutreiben, unseren Geschäftsbereich für kleinere Strahltriebwerke auszubauen und neue Geschäftsmöglichkeiten im Raumfahrtbereich zu entwickeln.

Was steht in den kommenden sechs Monaten ganz oben auf Ihrer Agenda?
Am wichtigsten ist es, sicherzustellen, dass das Gripen-Triebwerk RM12 die Verfügbarkeit und Sicherheit liefert, die die schwedische Luftwaffe (Flygvapnet) und andere Gripen-Nutzerländer benötigen. Parallel dazu liegt der Fokus darauf, Kooperationen und Fähigkeiten in den Bereichen Kampfflugzeuge der Zukunft, kleinere Strahltriebwerke und Raumfahrt zu stärken, Bereiche, in denen gerade sehr viel passiert.