Dies ist das erste Mal, dass eine JEF Joint Response Option aktiviert wurde. Schweden beteiligt sich mit zwei Visby-Korvetten.
– Es geht darum, Seeüberwachung durchzuführen. Rund 20 Kriegsschiffe werden in der Ostsee, aber auch in Teilen des Nordatlantiks aktiv sein, um die Sicherheitslage zu beobachten und kritische Infrastruktur unter Wasser besser zu schützen, sagt Pål Jonson gegenüber SVT Nyheter.
Der Schutz von Unterwasserinfrastruktur hat auf der Tagesordnung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Unter anderem wurde das Thema beim JEF-Gipfeltreffen im Oktober diskutiert, das Schweden als Gastgeber auf Gotland (strategisch wichtige schwedische Insel in der Ostsee) ausrichtete. Bei einem informellen Arbeitsfrühstück zwischen NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und den EU-Verteidigungsministern stand es ebenfalls auf der Tagesordnung.
– Es ist von strategischer Bedeutung, dass die JEF nun ihre Präsenz in der Ostsee und im Nordatlantik verstärkt, angesichts der Bedrohungen, die für kritische Unterwasserinfrastruktur bestehen. Die JEF ist ein schnelles und flexibles Rahmenwerk, das sich gut eignet, um zur Bewältigung dieser Bedrohungen beizutragen. Die JEF-Länder sind geeint, koordiniert und bereit zu handeln, sagt Verteidigungsminister Pål Jonson in einer Pressemitteilung des schwedischen Verteidigungsministeriums vom 28. November.
Die JEF hat im Laufe des Jahres eine Reihe verschiedener sogenannter Handlungsoptionen entwickelt. Diese sind darauf ausgelegt, die Region vor verschiedenen Bedrohungen abzuschrecken und zu verteidigen. Die Aktivitäten werden vom 1. bis 15. Dezember durchgeführt und umfassen auch Luftstreitkräfte, schreiben die Verteidigungsminister der JEF in einer gemeinsamen Erklärung vom 28. November.

