Schweden beteiligt sich im Februar und März an der NATO-Alarmbereitschaft auf Island im Rahmen des Einsatzes Air Policing. Im Zusammenhang mit dem Auftrag hat Oberbefehlshaber Michael Claesson den Luftwaffenstützpunkt Keflavík besucht, um die schwedischen Truppen zu treffen und die Sicherheitslage zu erörtern.

– Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Schweden Verantwortung im Bündnis übernimmt. Wir tragen operative Fähigkeiten dorthin bei, wo sie gebraucht werden, und tun dies gemeinsam mit engen Verbündeten in einem strategisch wichtigen Gebiet, sagt Oberbefehlshaber Michael Claesson laut einer Pressemitteilung der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten).

Der schwedische Truppenbeitrag besteht aus mehr als 100 Personen vom Skaraborg-Jagdgeschwader (F 7, Westschweden), dem Uppland-Jagdgeschwader (F 16, Mittelschweden), dem Luftwaffenstab und der Luftkampfschule. Der Verband ist unter anderem mit dem Kampfflugzeug JAS 39 Gripen ausgestattet und umfasst Funktionen für Gefechtslenkung, Meteorologie und Logistik. Dies markiert Schwedens ersten Air Policing-Einsatz auf Island und stellt den dritten Kampffliegereinsatz des Landes innerhalb der NATO binnen eines Jahres dar.

Vor Ort fanden auch Gespräche mit Islands Verteidigungschef Jónas G. Allansson statt, mit Schwerpunkt auf der Sicherheit in der Arktis und der künftigen militärischen Zusammenarbeit. Da Island über keine eigenen Streitkräfte verfügt, basiert die Sicherheit des Landes in hohem Maße auf internationalen Kooperationen, wobei die NATO und ein bilaterales Abkommen mit den USA entscheidende Rollen spielen.

Die Gespräche umfassten die Planung künftiger gemeinsamer Stabsübungen im Rahmen der Gesamtverteidigung (Totalförsvar) sowie Möglichkeiten für isländisches Personal zur Teilnahme an schwedischen Ausbildungen.

– Schwedens NATO-Mitgliedschaft hat die Zusammenarbeit weiter vertieft, nicht zuletzt in der Arktis. Es gibt eine gemeinsame Verantwortung und einen klaren Willen, die Zusammenarbeit langfristig weiterzuentwickeln, sagt Michael Claesson.