Am 5. September 2026 startete das deutsche Unternehmen Isar Aerospace seine Spectrum-Rakete. Der Start vom Andøya Spaceport in Norwegen war der erste orbitale Start eines europäischen kommerziellen Startanbieters vom europäischen Festland aus.
Laut Isar Aerospace und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) setzte die Mission mit dem Namen "Onward and Upward" sechs kommerzielle und Bildungs-CubeSats sowie eine Technologiedemonstrations-Nutzlast aus, die im Rahmen des Microlauncher-Wettbewerbs der Deutschen Raumfahrtagentur bei DLR ausgewählt worden waren.
Isar Aerospace wurde 2018 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Nähe von München. Das Unternehmen beschäftigt über 400 Mitarbeiter und baut derzeit einen zusätzlichen Startplatz in Nova Scotia, Kanada. Die neue Spectrum-Rakete ist 28 Meter lang, verfügt über zehn Triebwerke und ist dafür ausgelegt, Nutzlasten von bis zu 1.000 kg in den niedrigen Erdorbit zu befördern.
Der Start war insgesamt ein Erfolg: Die Rakete verhielt sich vom Abheben bis zur Satellitenaussetzung wie geplant. Dem war ein erster Testflug im März 2025 vorausgegangen, der nach 30 Sekunden abgebrochen wurde.
Der Flug erfüllt den ersten Meilenstein der European Launcher Challenge der ESA, wonach unter Vertrag stehende Anbieter bis 2027 die Erdumlaufbahn erreichen müssen; Isar Aerospace ist der erste Anbieter, dem dies gelungen ist. Der französische Präsident Emmanuel Macron reagierte auf X: "Europa nimmt sein Schicksal selbst in die Hand, auch im Weltraumsektor."

