Schwedens neues Signalaufklärungsschiff, HMS Artemis, wurde am 28. April von Saab Kockums an die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV – Försvarets materielverk) übergeben. Das Schiff soll die HMS Orion ersetzen, die fast 40 Jahre lang im Dienst stand.
– Die Werft in Karlskrona (südliches Schweden, Heimat des schwedischen Marinestützpunkts) liefert nun das erste Schiff, seit Saab vor zehn Jahren Kockums übernahm. Die heutige Übergabe ist ein Beleg dafür, dass Schweden die Fähigkeit zurückgewonnen hat, Schiffe und Boote von Weltklasse zu entwickeln und zu bauen, sagt Mats Wicksell, Geschäftsführer von Saab Kockums, in einer Pressemitteilung von Saab.
Das neue Schiff bietet gegenüber seinem Vorgänger mehrere Vorteile, darunter bessere Manövriereigenschaften und verbesserte Wohnbedingungen an Bord. Darüber hinaus verfügt es über Sensorausrüstung zur maritimen Nachrichtengewinnung. Die HMS Artemis misst 74,6 Meter in der Länge und 14 Meter in der Breite und verfügt über 35 Kabinen mit 40 Schlafplätzen.
– Mit der Artemis wird Schweden über ein modernes Schiff mit besseren Arbeitsbedingungen für das Personal und verbesserter Signalaufklärungsfähigkeit verfügen. Der Fokus der FMV liegt nun darauf, das Schiff so schnell wie möglich fertigzustellen und an die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) zu übergeben, sagt Patric Hjorth, Leiter Marinematerial bei der FMV, in der Pressemitteilung der Behörde.
Der Pegel der vom Schiff ausgehenden Störsignale wurde dank verbesserter elektromagnetischer Verträglichkeit reduziert. Bevor das Schiff in Betrieb genommen werden kann, muss die Schwedische Funknachrichtenbehörde (FRA – Försvarets radioanstalt) das Schiff mit Signalaufklärungsausrüstung ausstatten.

