Der Hemvärnet (Schwedische Heimwehr) führt eine neue fünfwöchige Militärausbildung ein, um den Bedarf an mehr Soldaten zu decken. Die Pilotausbildung, die in diesem Sommer in Härnösand (nordschwedische Küstenstadt) durchgeführt wird, richtet sich an schwedische Staatsbürger über 18 Jahre, die an einer Stelle beim Hemvärnet interessiert sind, aber bisher keinen Wehrdienst oder eine militärische Grundausbildung absolviert haben.

– Wir sehen, dass dies notwendig ist, um die Rekrutierung für den Hemvärnet langfristig zu stärken. Gleichzeitig hoffen wir, dass mehr Entwicklungsmöglichkeiten auch dazu beitragen, dass mehr Menschen länger beim Hemvärnet bleiben, sagt Brigadegeneral Mattias Ardin, stellvertretender Reichsheimsehrchef, in einem Artikel auf der Website der Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten).

Während der Ausbildung erlernen die Teilnehmer militärische Grundlagen wie Feld- und Kampfdienst, Sanitätsdienst, Waffenhandhabung und das Kriegsvölkerrecht. Ziel ist es, dass die Teilnehmer eine Stelle in den Kriegsverbänden des Hemvärnet antreten können. Teilnehmer aus Norrland (Nordschweden), wo der Bedarf an Soldaten besonders groß ist, werden laut dem Artikel der Schwedischen Streitkräfte bevorzugt.

– In den letzten Jahren gab es einen großen Andrang beim Hemvärnet. Dieser ist jedoch ungleichmäßig über das Land verteilt. In Gebieten mit einer geringeren demografischen Basis werden mehr Bewerber benötigt, vor allem mit militärischer Ausbildung. Daher glauben wir, dass eine freiwillige Militärausbildung einer von mehreren Schritten auf dem Wachstumspfad sein kann, fährt Mattias Ardin fort.

Die Ausbildung zielt darauf ab, die Rekrutierungslücke zu schließen, die während der Zeit ohne allgemeine Wehrpflicht entstanden ist. Sie wird nach der Durchführung auch evaluiert, um zu entscheiden, ob das Konzept ausgeweitet und an weiteren Standorten in Schweden umgesetzt werden soll.