Die Regierung hat beschlossen, dass die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten), die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV) sowie die Behörde für zivile Bereitschaft und Resilienz (MSB) darlegen sollen, welche Erfahrungen und Erkenntnisse aus Russlands vollständiger Invasion der Ukraine gewonnen werden können und wie diese in der Weiterentwicklung der schwedischen Gesamtverteidigung (Totalförsvar) genutzt werden können, so eine Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums vom 13. Juli.

- Es ist wichtig, dass wir systematisch Lehren aus dem Krieg in der Ukraine ziehen, um unsere eigene Gesamtverteidigung zu stärken. Das schließt auch die Bewertung ein, wie schwedisches und westliches Verteidigungsmaterial Kampfsituationen standgehalten hat, erklärt Verteidigungsminister Pål Jonson in der Pressemitteilung.

Der Auftrag an die Schwedischen Streitkräfte soll mit Unterstützung des Schwedischen Instituts für Verteidigungsforschung (FOI – Totalförsvarets forskningsinstitut) durchgeführt werden, mit einem Zwischenbericht zum 6. November 2023 und einem Abschlussbericht zum 7. Juni 2024. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Arbeiten am nächsten Verteidigungsbeschluss 2025 dienen.

Relevante Erfahrungen können beispielsweise die Ausbildung ukrainischer Soldaten, operative und strategische Erkenntnisse sowie die Funktionsweise verschiedener Versorgungslösungen betreffen. Darüber hinaus können Erfahrungen aus einer Gesamtverteidigungsperspektive eine Rolle spielen, etwa hinsichtlich Verteidigungsbereitschaft und Führung.

Die Regierung hat beschlossen, FMV und MSB damit zu beauftragen, entsprechende Berichte vorzulegen, die in der weiteren Entwicklung der Gesamtverteidigung sowie im jeweiligen Zuständigkeitsbereich der Behörden genutzt werden können, so die abschließenden Worte der Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

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