Die schwedische Regierung hat die erste nationale Strategie Schwedens für den psychologischen Verteidigung vorgestellt. Die Strategie soll die Widerstandsfähigkeit gegen unter anderem unzulässige Informationsbeeinflussung und andere Formen hybrider Angriffe stärken sowie den psychologischen Verteidigung als Teil der Gesamtverteidigung weiterentwickeln.
Laut einer Pressemitteilung der Regierung ist die Strategie der erste gesamtheitliche Ansatz der Regierung für die gesellschaftsweite Arbeit im Bereich des psychologischen Verteidigung. Gleichzeitig beschließt die Regierung mehrere Behördenaufträge zur Umsetzung der Strategie.
„Unser Verteidigungswille sitzt zwischen den Ohren. Wir werden ständig von Staaten und staatsähnlichen Akteuren herausgefordert, die unser Vertrauen in die schwedische Gesellschaft infrage stellen wollen. Der psychologische Verteidigung ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtverteidigung, und nun legt die Regierung eine gesamtheitliche Strategie vor, um unsere Widerstandsfähigkeit in der kognitiven Domäne zu stärken. Schweden und die schwedische Bevölkerung müssen in der Lage sein, denjenigen standzuhalten, die von außen versuchen, Schweden und schwedischen Interessen zu schaden, unter anderem indem sie versuchen, das Vertrauen in unsere Gesellschaft zu schwächen und Spaltung innerhalb dieser zu erzeugen“, sagt der Minister für zivile Verteidigung, Carl-Oskar Bohlin, in der Pressemitteilung.
Die Strategie basiert auf vier Bereichen: der Arbeit gegen unzulässige Informationsbeeinflussung, dem Verteidigungswillen, der Medienbereitschaft und gesicherten Möglichkeiten zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit sowie der internationalen Zusammenarbeit. Darüber hinaus werden zwei übergeordnete Ziele genannt: ein stärkeres Gesamtgefüge des psychologischen Verteidigung, das gut in die Gesamtverteidigung integriert ist, sowie eine gestärkte Fähigkeit zur strategischen Kommunikation.
Gleichzeitig erteilt die Regierung neue Aufträge an die Behörde für psychologische Verteidigung (Myndigheten för psykologiskt försvar), die Behörde für zivilen Verteidigung (Myndigheten för civilt försvar), die schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) und die Behörde für Wehrpflicht und Musterung (Totalförsvarets plikt- och prövningsverk), um die Strategie umzusetzen.
„Die Strategie bestätigt den psychologischen Verteidigung als zentralen Bestandteil der gesamten Widerstandsfähigkeit Schwedens. Kein einzelner Akteur kann diesen Herausforderungen allein begegnen. Durch Zusammenarbeit, Wissen und einen weiterhin starken Fokus auf verlässliche Informationen stärken wir unsere gemeinsame Fähigkeit, unzulässiger Informationsbeeinflussung standzuhalten“, sagt Generaldirektor Magnus Hjort in einer Pressemitteilung der Behörde.

