Die Unterstützung wurde auf einer Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Pål Jonson (Moderate Sammlungspartei, M), dem außenpolitischen Sprecher der Schwedendemokraten (SD) Aron Emilsson, dem außenpolitischen Sprecher der Liberalen (L) Joar Forssell und dem verteidigungspolitischen Sprecher der Christdemokraten (KD) Mikael Oscarsson vorgestellt.
Das Paket umfasst unter anderem die Beschaffung militärischer Ausrüstung, wobei Schweden seinen Fokus von Spenden hin zur Produktion verlagert. Dazu gehören unter anderem Munition für das Schützenpanzerfahrzeug CV90 (Stridsfordon 90) sowie Tarnausrüstung für den Schützenpanzer Pansarbandvagn 302.
Darüber hinaus sind Luftabwehrraketen vom Typ Robot 70, Panzerabwehrwaffen und Panzerminen sowie Schutzmasken und Ausrüstung für kontaminierte Umgebungen enthalten. Auf der maritimen Seite erhält die Ukraine sechs weitere Kampfboote vom Typ Stridsbåt 90 mit dazugehörigen Startanhängern.
Zudem wird eine Beschaffung von Materialsätzen für den Kampfjet JAS 39 Gripen C/D durchgeführt. Laut Regierung soll dies eine künftige Spende des Gripen ermöglichen, über die jedoch noch keine Entscheidung getroffen wurde. Durch die Beschaffung der Materialsätze werden die Voraussetzungen geschaffen, eine Anzahl von JAS 39C/D spenden zu können, anstatt die Materialsätze aus operativen JAS 39C/D auszubauen.
In der Pressemitteilung wird weiter ausgeführt, dass eine Übergabe des JAS Gripen an die Ukraine derzeit nicht aktuell sei, da dies die Einführung der F-16 stören würde. Die Regierung arbeitet jedoch weiterhin daran, die Voraussetzungen zu schaffen, um die Ukraine in einer späteren Phase gegebenenfalls mit dem JAS 39 Gripen zu unterstützen.
Finanzielle Unterstützung in Höhe von 700 Millionen Schwedischen Kronen wird für internationale Verteidigungsinitiativen wie den International Fund for Ukraine und andere multilaterale Kooperationen bereitgestellt.

