Nach fast zehn Jahren in der schwedischen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik ist Nicolina Nilsson zu SWEBAL als Head of Government Affairs gewechselt. Mit Erfahrung unter anderem aus der Ukraine, Russland und dem Europäischen Auswärtigen Dienst wird sie nun für die Beziehungen des Unternehmens zur Regierung, zu Behörden, zur EU und zur NATO (North Atlantic Treaty Organization) zuständig sein.
Was ist Ihr beruflicher Hintergrund?
Ich begann meine berufliche Laufbahn bei den schwedischen Streitkräften und habe seitdem fast zehn Jahre in der schwedischen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik gearbeitet. Ein großer Teil meiner Karriere war auf die Ukraine und Russland ausgerichtet, unter anderem durch Tätigkeiten an den Botschaften in Kiew, Jerewan, Moskau, bei der OSZE-Delegation und zuletzt beim Europäischen Auswärtigen Dienst in Brüssel.
Warum haben Sie sich entschieden, im Verteidigungssektor zu arbeiten?
Meine Zeit in der Ukraine hat mir ein sehr konkretes Warum gegeben: Sicherheit entsteht letztlich durch die Fähigkeit, sich zu verteidigen. Diplomatie und politische Entscheidungen sind entscheidend, aber sie müssen von industrieller Kapazität, funktionierenden Lieferketten und dem Zugang zu dem benötigten Material begleitet werden. Andernfalls bleiben die Ambitionen nur auf dem Papier.
Was hat Sie dazu bewogen, die Rolle als Head of Government Affairs bei SWEBAL anzunehmen?
SWEBAL befindet sich mitten in einer der entscheidendsten verteidigungsindustriellen Fragen Europas: dem Wiederaufbau der Produktion energetischer Materialien, die für Munition benötigt werden. Mich hat die Möglichkeit gereizt, meine Erfahrung in Politik und internationalen Beziehungen mit einem konkreten Industrieprojekt zu verbinden, das sowohl die Versorgungsfähigkeit Schwedens als auch Europas stärken kann.
Was umfasst Ihre neue Position?
Ich bin verantwortlich für die Beziehungen von SWEBAL zur Regierung, zu Behörden, zur EU, zur NATO und zu anderen strategischen Akteuren sowie dafür, politische und regulatorische Veränderungen in Chancen für das Unternehmen umzusetzen. Ein wichtiger Teil ist auch, die Erfahrungen der Industrie in die Politikentwicklung einzubringen und Kooperationen innerhalb des breiten schwedischen Teams aus Unternehmen, Politik, Behörden, Wissenschaft und Regionen aufzubauen.
Was steht in den nächsten sechs Monaten ganz oben auf Ihrer Agenda?
Ganz oben auf der Agenda steht, die richtigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass SWEBAL seine Produktion etablieren und starten kann, um damit die industrielle Breite und Tiefe beizutragen, die erforderlich ist, um die europäische Munitionsherstellung hochzuskalieren. Ich möchte auch dazu beitragen, dass die schwedische Verteidigungsindustrie mit ihrer historischen Legitimität, einer einzigartigen Wissensbasis und der Verantwortung, die Verteidigung der Zukunft mitzugestalten, einen klareren Platz in der Politikentwicklung einnimmt, für Schweden, die EU und die NATO.

