Das Verteidigungsunternehmen Saab eröffnete Anfang Januar ein Büro in Karlstad (Westschweden). Das Büro wird die Entwicklungsabteilung des Geschäftsbereichs Dynamics beherbergen. Vor ihnen liegt umfangreiche Rekrutierungsarbeit. Langfristig möchten sie 200 Mitarbeiter einstellen.

Das Verteidigungsunternehmen Saab eröffnete Anfang Januar ein Büro in Karlstad (Westschweden). Das Büro wird die Entwicklungsabteilung des Geschäftsbereichs Dynamics beherbergen. Vor ihnen liegt umfangreiche Rekrutierungsarbeit. Langfristig möchten sie 200 Mitarbeiter einstellen.

- Wir planen, im Jahr 2023 etwa 40 neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Ein kleiner Teil davon kommt aus unseren anderen Büros, aber die Mehrheit sind Neueinstellungen, sagt Frans Eriksson, der selbst neu in der Rolle als Standortleiter eingestellt wurde.

Die Räumlichkeiten werden derzeit angepasst, und im selben Gebäude ist das Saab-eigene Technologieberatungsunternehmen Combitech untergebracht. Neben der Rekrutierungsarbeit liegt ein starker Fokus des Büros darauf, eine zuverlässige und gute Infrastruktur rund um Abläufe und Unternehmenskultur aufzubauen. Das rekrutierte Personal soll sich wohlfühlen.

- Meine Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass wir die richtigen Dinge tun. Es ist natürlich anspruchsvoll zu expandieren, und das Wichtigste ist, dass die rekrutierten Personen einsteigen und lange bleiben möchten. Wir wollen eine proaktive Organisation sein, bei der Freude an der Arbeit im Mittelpunkt steht. Hier gibt es spannende Herausforderungen für diejenigen, die mit wirklich fortschrittlicher Technologie arbeiten und dazu beitragen möchten, eine sicherere Gesellschaft zu schaffen, sagt Frans Eriksson.

Frans Eriksson hat einen Hintergrund als Berufsoffizier bei den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten) und bei BAE Systems Bofors. Als Offizier arbeitete er unter anderem an der Materiel- und Methodenentwicklung im Bereich Kampfmittelräumung beim Gesamtverteidigungszentrum für Munitions- und Minenräumung – Swedec in Eksjö (Südschweden) sowie als Stabsoffizier in Mali. Heute ist Frans Eriksson als Reserveoffizier in Teilzeit bei Swedec tätig. Als ihm das Angebot für die Stelle als Standortleiter erreichte, war es leicht, zuzusagen.

- Die Möglichkeit, ein entwicklungsorientiertes Büro zu eröffnen, war verlockend. Dass es zudem in meiner Heimatstadt ist, ist ein schöner Bonus, berichtet Frans Eriksson.

Bevor sie sich für eine Eröffnung in Karlstad entschieden, prüfte Saab die Möglichkeiten an anderen Standorten. Die Nähe zur Universität Karlstad und zum verteidigungsindustriell geprägten Karlskoga (Mittelschweden), mit unter anderem dem Bofors-Testzentrum, spielte dabei eine gewichtige Rolle.

- Neben der Nähe zur Universität und zu Karlskoga passte es uns gut, dass Karlstad eine starke Industrietradition hat, auch wenn es bislang kein Zentrum für die Art von Produktentwicklung war, die Saab betreibt. Insgesamt bieten sich daher gute Möglichkeiten für unsere Entwicklungstätigkeit, die bestehende Industrie hier zu ergänzen, schließt Frans Eriksson ab.