Die Kiellegung der vierten und letzten Korvette der Pohjanmaa-Klasse ist bei der Werft Rauma Marine Constructions (RMC) erfolgt. Die Zeremonie markiert einen wichtigen Meilenstein im finnischen Squadron-2020-Programm und bedeutet, dass die Rumpfmontage nun in die nächste Phase übergeht.
In einer Pressemitteilung der finnischen Streitkräfte (Puolustusvoimat) heißt es, dass die Kiellegung am 4. August stattfand. Während der Zeremonie wurde die Kielsektion des Schiffes auf die Baustützen gesetzt, und traditionelle Glücksmünzen wurden unter dem Kiel platziert. Die Stahlproduktion für die vierte Korvette begann im Januar 2026.
Laut RMC bedeutet die Kiellegung, dass die Rumpfmontage nun mit voller Kapazität fortgesetzt werden kann. Die Werft gibt an, dass die Erfahrungen aus den vorherigen Schiffen der Serie sowohl die Stahlproduktion als auch die Montage effizienter gemacht haben.
NDS berichtete im Mai, dass die zweite Korvette in Rauma (Südwestfinnland) vom Stapel gelassen worden war, womit sich damals alle vier Schiffe des Squadron-2020-Programms im Bau befanden. Laut den finnischen Streitkräften sollen die Korvetten schrittweise zwischen 2027 und 2029 in Dienst gestellt werden.
„Die im Bau befindlichen Schiffe bilden zusammen mit den Systemen der Küstenverteidigungstruppen und den zukünftigen unbemannten Systemen eine bedeutende maritime Fähigkeit für unser gesamtes Verteidigungssystem", sagt der Stabschef der Marine, Flottillenadmiral Janne Huusko, in der Pressemitteilung der Streitkräfte.
RMC-Geschäftsführer Mika Nieminen erklärt gleichzeitig, dass die Serienproduktion nun deutliche Effekte zeigt.
„Die im Rahmen des Bauprogramms entwickelten industriellen Arbeitsmethoden zeigen sich nun besonders in einer effizienteren Stahlproduktion und Rumpfmontage. Die Serienproduktion ermöglicht es uns, von den Erfahrungen der vorherigen Schiffe zu profitieren und die Produktion methodisch und mit hoher Qualität voranzutreiben", sagt er in der Pressemitteilung von RMC.
Die Korvetten sind so konstruiert, dass sie ganzjährig unter den wechselnden Bedingungen der Ostsee operieren können. Laut den finnischen Streitkräften sollen sie unter anderem in der Lage sein, Seeminen zu legen, U-Boot-Jagd zu betreiben, Seeverbindungen zu schützen und eine langfristige militärische Präsenz zur See aufrechtzuerhalten.
„Aus Sicht der Marine ermöglichen diese Schiffe eine maritime Präsenz und Fähigkeiten, die unsere Handlungsfreiheit unter allen Bedingungen sichern. Dennoch entsteht die Leistungsfähigkeit der Schiffe erst durch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, und wir sehen, dass auch Bedarf an einer neuen Art von Fachwissen und beruflichem Können besteht", sagt Huusko in der Pressemitteilung.
Die vier eisgängigen Korvetten sollen sieben ältere Schiffe der finnischen Marine ersetzen. Laut RMC wird geschätzt, dass das Squadron-2020-Programm rund 3.600 Personenjahre an Arbeit in Finnland schafft. Die Werft gibt zudem an, dass das parallele amerikanische Eisbrecherprogramm, das 2025 vertraglich vergeben wurde, die Beschäftigung bei der Werft und ihren Zulieferern zusätzlich stärkt.

