Die norwegische Behörde Forsvarsbygg verstärkt ihre Bemühungen zur Instandhaltung staatlicher Verteidigungsanlagen. In einer Pressemitteilung teilt die Behörde mit, dass sie durch Rahmenverträge mit beauftragten Bauunternehmern daran arbeiten wird, den Instandhaltungsrückstand bei Gebäuden und Anlagen im Verteidigungssektor zu reduzieren.
– Die Verträge sind ein wichtiger Teil der Umsetzung des Verteidigungsversprechens (Försvarslöftet), der größten Investition in militärische Infrastruktur in Norwegen in der modernen Geschichte. Verstärkte Maßnahmen zur Instandhaltung kritischer Infrastruktur sind wichtig für unsere nationale Verteidigungsfähigkeit und für Norwegens Fähigkeit, alliierte Streitkräfte zu empfangen und zu unterstützen, sagt Norwegens Verteidigungsminister Tore O. Sandvik in der Pressemitteilung.
Die Rahmenverträge belaufen sich auf einen Gesamtwert von 1,3 Milliarden norwegischen Kronen. Die Verträge umfassen Gebiete in großen Teilen Norwegens, von der Provinz Troms im Norden bis nach Vestfold und Østfold im Süden. Sämtliche Verträge laufen bis zu fünf Jahre. Verträge für weitere Gebiete sollen noch im Laufe des Jahres abgeschlossen werden.
Auch innerhalb von Forsvarsbygg wird die Bedeutung funktionierender Gebäude und Anlagen betont. Die Instandhaltung und Sanierung bestehender Strukturen wird als entscheidend für die Aufrechterhaltung der operativen Fähigkeit sowohl im Friedensbetrieb als auch in Krisen- oder Kriegszeiten hervorgehoben.
– Das Verteidigungsversprechen (Försvarslöftet) geht nicht nur darum, Neues zu bauen, sondern auch darum, das Vorhandene zum Funktionieren zu bringen. Gut instand gehaltene Gebäude und Anlagen sind eine Voraussetzung für eine gesteigerte Verteidigungsfähigkeit, sagt Camilla Mathiesen, Leiterin von Forsvarsbygg.
Die Verträge enthalten Anforderungen an Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen. Unter anderem sollen umweltzertifizierte Produkte verwendet werden, wo dies möglich ist, mindestens die Hälfte der geleisteten Arbeitsstunden soll von Fachpersonal erbracht werden, und die Auftragnehmer sollen an Ausbildungsprogrammen für Lehrlinge teilnehmen. Ein großer Anteil der Arbeiten soll zudem von festangestelltem Personal ausgeführt werden.
Von den Lieferanten wird darüber hinaus erwartet, dass sie zur Einsatzbereitschaft beitragen und an Übungen teilnehmen – im Einklang mit der Auffassung, dass die Wirtschaft Teil der Gesamtverteidigung (Totalförsvar) ist.

