Das physische KI-Labor NestAI und der A2/AD-Spezialist FORCIT (Anti-Access/Area Denial) beginnen eine Partnerschaft zur Entwicklung intelligenter und softwaredefinierter Verteidigungslösungen. Laut den Unternehmen soll die Zusammenarbeit traditionell passive Gebietsabsperrungssysteme in koordinierte Netzwerke umwandeln, um die europäische Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

– In einer Zeit sich wandelnder geopolitischer Landschaften muss Europa die Grundlagen seiner eigenen Sicherheit besitzen. Wir bauen nicht nur Software und KI, wir bauen souveräne Infrastruktur, die sicherstellt, dass kritische Verteidigungsfähigkeiten unter europäischer Kontrolle verbleiben, sagt Peter Sarlin, Vorsitzender von NestAI.

Laut einer Pressemitteilung der Unternehmen werden FORCITs bestehende Sensorsysteme und Technologie für unempfindliche Munition (IM – Insensitive Munitions) mit NestAIs offener Plattform NestOS kombiniert. Der Übergang wird als ein Wechsel von statischer, isolierter Hardware zu Systemen beschrieben, die operativ über Software gesteuert und angepasst werden.

In der Praxis ermöglicht die Architektur eine verteilte Lageerfassung, bei der mehrere Sensoren und Kameras als einheitliches Netzwerk agieren, so die Unternehmen. Die in die Hardware integrierte Entscheidungsfähigkeit soll ein verbessertes Lagebewusstsein und schnellere Reaktionszeiten ermöglichen. Beide Akteure betonen, dass die autonomen Maßnahmen weiterhin unter menschlicher Kontrolle gesteuert werden, um den geltenden Vorschriften zu entsprechen.

– Im vergangenen Jahrzehnt haben wir FORCITs Expertise in den Bereichen Sensoren und Elektronik gezielt ausgebaut. Die Partnerschaft mit NestAI ermöglicht es uns, intelligente Entscheidungsfindung direkt in unsere bewährte Hardware zu integrieren, sagt Joakim Westerlund, Geschäftsführer von FORCIT.