Das Schwedische Verteidigungsforschungsinstitut (FOI, Totalförsvarets forskningsinstitut) hat Feldversuche beim Norrlands Dragonregiment K4 in Arvidsjaur (Nordschweden) mit Schwerpunkt auf dem Schutz gegen fliegende unbemannte Systeme durchgeführt. Ziel war es, zu untersuchen, wie Drohnenbedrohungen im Feld bewältigt werden können – in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) und den Schwedischen Streitkräften (Försvarsmakten), wie das FOI in einer Pressemitteilung schreibt.

Während drei Tagen Ende August wurde die Fähigkeit getestet, Drohnen zu entdecken, zu bekämpfen und einer Entdeckung zu entgehen. Jeder Tag hatte ein eigenes Thema – von sensorbasierter Detektion bis hin zur Signatursanpassung.

– Das ist grundlegend dafür, dass wir uns schützen können. Es geht darum, Bedrohungen erkennen zu können, Bedrohungen bekämpfen zu können und uns verbergen zu können. Denn wenn wir diese Aufgaben nicht bewältigen, können wir die Artilleriesysteme und Panzer, die wir bereits haben, nicht einsetzen – sie würden sonst ausgeschaltet, sagt Lars Forssell, Forscher beim FOI und Projektleiter des Projekts Demo UCAV (unbemannte Kampfluftfahrzeuge), in einer Pressemitteilung des FOI.

Forssell verweist auf besondere schwedische Gegebenheiten, wie große geografische Flächen und anspruchsvolles Gelände im Norden Schwedens, was sowohl an die militärische als auch an die zivile Verteidigung hohe Anforderungen stellt.

Die Feldversuche konzentrierten sich darauf, was einzelne Soldaten oder Gruppen tun können, um sich gegen UAVs (unbemannte Luftfahrzeuge) zu schützen. Eine wichtige Fragestellung ist, welche Art von Ausrüstung auf welcher Ebene der Organisation eingesetzt werden soll.

– Es gibt Erkenntnisse, die sich in einem Labor nur schwer gewinnen lassen, und dann müssen wir in den Wald hinaus für Feldversuche, sagt Lars Forssell.

Er stellt gleichzeitig fest, dass das Gebiet sich noch in der Entwicklung befindet und dass eine etablierte Methodik noch nicht existiert.

– Das ist eine Branche, die technisch gesehen noch nicht ausgereift ist, sagt er.

Laut FOI sollen die Erfahrungen aus den Versuchen zur Entwicklung neuer Gegenmassnahmen im Rahmen des Projekts Demo UCAV beitragen.