Die Schwedische Beschaffungsbehörde für Verteidigungsmaterial (FMV, Försvarets materielverk) bereitet eine vorkommerzielle Beschaffung kleiner unbemannter Bodenfahrzeuge vor. Die Initiative wird als Pilotprojekt im Rahmen des Innovationsprogramms für zivil-militärische Synergien (CMIP, Innovationsprogrammet för civil-militära synergier) durchgeführt und soll die Entwicklung neuer Lösungen fördern, die noch nicht auf dem Markt verfügbar sind, sowie Methoden für die Verteidigungsbeschaffung weiterentwickeln.
Die FMV sucht nach technischen Konzepten, die für den militärischen Einsatz angepasst werden können und zur Entwicklung von Prototypen führen, die in einem relevanten Umfeld für die Schwedischen Streitkräfte (Försvarsmakten) demonstriert werden. Der Schwerpunkt liegt auf kleinen unbemannten Bodensystemen, sogenannten UGV (Unmanned Ground Vehicles), deren Bedarf im Zuge moderner Konflikte gestiegen ist, da diese zunehmend höhere Anforderungen an autonome und unbemannte Lösungen stellen. Dies teilt die FMV in einer Pressemitteilung mit.
Ziel ist die Entwicklung leichter UGV mit einem maximalen Gewicht von 500 Kilogramm. Laut FMV sollen die Systeme kosteneffizient sein und auf einer offenen Systemarchitektur basieren, die kontinuierliche Upgrades von Funktionen, Sensoren und Software ermöglicht.
Die Beschaffung legt besonderen Wert auf die Anpassungsfähigkeit der Plattform, die Kosten, die Geländegängigkeit sowie eine verbesserte Bedienerunterstützung. Die Vision sind Systeme, die für verschiedene Arten von Einsätzen genutzt werden können, beispielsweise Logistik und Aufklärung, auch in anspruchsvollen Umgebungen mit eingeschränkter Kommunikation.

